Montag, 21. März 2011

Nachts im Institut

Was man nicht so alles entdeckt, wenns mal wieder länger dauert auf Arbeit. Ich hab mich heute mal ein wenig genauer mit meinem Blog beschäftigt, einen Hintergrund gebastelt, der wahrscheinlich auch nur mit meiner Browsergröße schick aussieht ;) und die Statistiken gefunden! Jetzt weiß ich auch, dass ich eine internationale Leseschaft habe, welche Suchmaschinen meinen Blog schon gefunden haben und nach welchen Suchbegriffen. Und ich sehe natürlich auch, wie viele Leser wann zugreifen. Find ich toll! Und da es logischerweise viele sind, wenn ich wieder einen neuen Beitrag verfasst habe, kommt hier gleich noch einer, auch wenn der nicht ganz so gehaltvoll ist. Dafür ist es dann doch schon bissl spät :)

Also dann, gute Nacht und viel Freude weiterhin beim Blog lesen, auch wenn es mal wieder länger dauert (mit dem nächsten Beitrag).

Sonntag, 20. März 2011

Liebes Tagebuch

Gestern hab ich ein Buch zuende gelesen, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Die Antagonistin heißt Jana und arbeitet mit einem Laser der gleichen Art wie ich. Das fand ich sehr faszinierend! War das Absicht? Oder einfach nur ein grandioser Zufall? (Gut, Jana schießt damit auf Menschen. Was ich eigentlich versuche, zu vermeiden...)

Außerdem war ich gestern wieder Fahrrad fahren. Sonnig war es und schön warm. Die Portugiesen nennen es Frühling (Primavera), aber für deutsche Verhältnisse ist es Sommer. Fühlt sich gut an :) Für nächste Woche ist wieder Regen vorhergesagt, also hab ich den restlichen Tag unsichtbar auf dem Balkon verbracht (dem ich vor zwei/drei Wochen einen Sichtschutz verpasst hatte) und ein wenig Sonne getankt. Das hebt natürlich die Stimmung - noch mehr! :)

Montag, 21. Februar 2011

Ich mag Portugal! Wirklich!

Ich mag Lissabon und Porto,
ich mag die vielen Festungen und Burgen, die man hier überall entdecken kann,
ich mag die sanft hügelige Landschaft des Alentejo,
ich mag die kleinen Gassen und weiß gestrichenen Häuser,
ich mag die handliche Größe von Évora,
ich mag die Ruhe nachts,
ich mag die relativ saubere Luft die ich in dieser relativ kleinen, unterentwickelten Stadt atmen kann,
ich mag das Wetter (manchmal),
ich mag meine Freunde hier (auch wenn die nicht mehr mit Portugal zu tun haben als ich)
...

Aber... (Ich glaube, an dieser Stelle sollte ich einfach aufhören. Es ist so schön soweit.)

Eine Sache, die mich hier guten Mutes immer wieder nach vorn blicken lässt, was mich antreibt und mich aufrichtet ist das Joggen. Allerdings ist es auch das, was mich immer wieder niederschmettert und zu Boden drückt. Nicht so sehr das Laufen an sich, als die Reaktion meiner Mitmenschen darauf. An das Glotzen hab ich mich ja mittlerweile gewöhnt. Meine neueste Technik dagegen ist komplette Ignoranz. Ich gucke die Menschen auf der Straße gar nicht mehr an. Ich behandle sie, als wären sie Luft. Und das nicht nur, wenn ich laufen bin. Schlimm, oder? (Auslandsaufenthalte sind gut für die sogenannten soft skills, oder? Arroganz und Egoismus haben bei mir schon sehr profitiert...)
Die Portugiesen mögen es jedenfalls gar nicht, ignoriert zu werden. Manche begnügen sich mit merkwürdigen Geräuschen, um auf sich aufmerksam zu machen. Andere rufen einem Beleidigungen hinterher; und es sind nicht nur Männer. Dabei ist es eher von Nachteil, dass ich immer mehr verstehen kann.

Liest das hier jemand mit Portugal-Erfahrung? Und ich meine nicht Urlaub. Helft mir doch mal. Ich WILL nicht glauben, dass diese Menschen oberflächlich, widerlich oder einfach nur dumm sind.

Sonntag, 6. Februar 2011

Grün

Ich habe eine neue Mitbewohnerin! Sie heißt Pachira und braucht nicht viel Platz. Meine Wohnung ist schließlich nicht so groß. Sie macht auch kein Geschirr dreckig, dafür wäscht sie allerdings auch nicht ab... Aber das wär ja doch etwas zu viel verlangt.


Und ich habe gestern mal wieder festgestellt, wie schön doch Portugal im Winter sein kann, wenn es nicht regnet. Und zur Zeit (seit Anfang des Jahres) ist es hier fast so trocken wie normalerweise im Sommer. Aber glücklicherweise nicht so heiß. Das perfekte Wetter also! Und Beweise könnt ihr euch auch angucken:

Samstag, 15. Januar 2011

Kaputt

Ich glaube, Évora ist kaputt. Es ist Winter. Und es regnet nicht... Merkwürdig! Mir ist auch nicht so kalt wie die letzten 1.5 Winter, die ich hier verbracht habe. T-Shirt plus Fleecepulli plus Decke ist genug zum Auf-dem-Sofa-sitzen-und-lesen. Na gut, ein Tee hin und wieder schadet nicht, oder auch mal aufstehen und draußen ne Runde rennen. ;) Aber so generell ist es zur Zeit relativ mild.

Gestern hab ich jedoch erfahren, dass das eher die Normalität ist. Bei einem Vortrag vom portugiesischen Wetterdienst wurde uns erzählt, dass die letzten Winter ungewöhnlich regnerisch waren. Es hat ja wirklich fast täglich geregnet. In verschiedenen Intesitäten zwar, aber immer nass. Diese Änderung der Sichtweise beruhigt micht ja schon etwas. Lässt es doch immerhin hoffen, auf die noch bevorstehenden 2 Winter.

Die hohe Luftfeuchtigkeit ist allerdings trotzdem da. Und es gibt jeden Tag Nebel bis mindestens mittags. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles und Nebel ruft bei mir Kindheitserinnerungen wach :) Ist also nicht so schlimm.

Ach so, allen Lesern ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr! :)

Samstag, 20. November 2010

Reisen

Manch einen mag es erstaunen, aber ich bin überhaupt kein reiselustiger Mensch! Ich fühle mich zu Hause am wohlsten und Verreisen ist mir eher lästig. So!
Zuerst Koffer packen: Man hat ständig das Gefühl man vergisst irgendetwas und wenn man wieder zurück kommt hat man (im Idealfall) nix vergessen, sondern eher viel zu viel mitgenommen.
Dann gehts los: anderthalb Stunden Bus fahren durch das Nichts des Alentejo (was ich ja eigentlich sehr schön finde, aber was für 1.5 h doch etwas abwechslungsarm ist), dann quer durch Lissabon, Anstellen am Schalter im Flughafen, Handgepäck durcheinander Bringen an der Sicherheitskontrolle, Warten am Gate (lange..., weil man ja großzügig plant), Kaufen von überteuertem Wasser, viele drängelnde Menschen beim Einsteigen ins Flugzeug, die wohl Angst haben, dass sie keinen Sitzplatz mehr bekommen, und dann...
ein Lichtblick!
Für mich das Größte beim Fliegen, ist der Start. Es scheint eine physikalische Unmöglichkeit! Dieser tonnenschwere Koloss aus Stahl, Plastik, Karbon (keine Ahnung...) und beladen mit so vielen Menschen fährt zur Startbahn, wartet auf das Ok vom Tower und gibt Gas! Er wird immer schneller, ruckelt und wackelt und rüttelt und wird noch schneller. Und dann hört das Ruckeln, das Wackeln und das Rütteln plötzlich auf und das Flugzeug wird ruhig (natürlich nicht im akustischen Sinne). Es fliegt! Wider aller Erwartungen meinerseits. Nach so vielen Flügen kann ich es trotzdem jedes Mal nicht wirklich glauben! Das Flugzeug gewinnt schnell an Höhe und an einem gewissen Punkt lässt der Schub nach und es fühlt sich an, als würde das Flugzeug nach unten fallen. Es kribbelt im Bauch bis man sich klar gemacht hat, dass es nur nicht mehr so stark steigt wie bisher. Und dann wirds uninteressant. Also abhängig von Wetter, Tageszeit und Sitzplatz. Am schönsten ist, einen Fensterplatz zu haben und eine klare Nacht. Dann kann man die Reflektion des Mondes auf Flüssen und Seen verfolgen. Silberne Bänder huschen schnell durch das so weit entfernte, schwarze Land. Wunderschön!
Nach der Landung bewundert man den Piloten und bedankt sich innerlich(!) für seinen tollen Job. Und man ist plötzlich wo ganz anders. Anderes Land, andere Sprache, andere Zeit. Manchmal fühle ich mich dann allein und hilflos, meistens schwanke ich aber nur zwischen müde und abenteuerlustig.

Nun gibt es für mich zwei verschiedene Arten von Reisen. Erstens die Dienstreisen, also Konferenzen, Meetings, Messkampagnen, Workshops und so weiter, und zweitens Urlaubsreisen. Die Dienstreisen sind für mich unvermeidbar, haben einen guten Grund und sind auch immer sehr interessant und schön. Aber ohne diesen guten Grund, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, St. Petersburg, Genf oder Madrid zu bereisen.
Die Urlaubsreisen sind nicht, wie bei vielen anderen, dadurch motiviert, dass ich fremde Länder, Kulturen und Sehenswürdigkeiten kennenlernen will. Es reizt mich nicht, große Städte zu bereisen, weil es da unweigerlich sehr viele (zu viele!) Menschen auf einem Haufen gibt. Und Urlaub auf dem Land macht auch nur Spaß, wenn man dort liebe Leute kennt. Meinen Urlaub verbring ich daher immer zu Hause oder bei guten Freunden. Entscheidend sind also die Personen, die ich besuche und nicht die Orte.

Am Dienstag gehts nach Barcelona zu einem Meeting.
Am Freitag flieg ich direkt weiter nach Paris, einen Freund besuchen.
Ja, so reiseunlustig bin ich! ;)

Dienstag, 16. November 2010

Menschen

Es gibt so viele verschiedene Typen von Menschen. Zum Beispiel der Positive. Er ist überschäumende Lebensfreude, lacht oft und laut, freut sich über alles und teilt diese Freude auch. Für ihn ist das Leben anscheinend ein einziger großer Spaß.

Dann gibt es solche, denen passiert ein Unglück nach dem anderen. Kaum denken sie drüber nach, sich wieder aufzurappeln, kommt der nächste Schlag. Für solche Menschen scheint die Sonne nur selten. Und wenn dann zu heiß, zu grell und zu kurz sowieso.

Es gibt außerdem Menschen, die alles ganz nüchtern betrachten. Sogar, wenn sie betrunken sind. Sie sind rationell und haben für alle Probleme eine Lösung. Die ganze Welt besteht für sie nur aus Ursache und Wirkung. Diese Menschen scheinen mit sich zufrieden, da sie offenbar gar nicht über Glück oder Unglück nachdenken.

Und dann gibt es die Träumer. Sie haben mehr als genug Fantasie, glauben an Magie, Schicksal und alles was dazugehört. Das wirkliche Leben brauchen sie eigentlich gar nicht, weil sie den Tag in ihrer eigenen kleinen Welt ganz gut rumbringen können.

Zum Glück existieren diese Typen nicht in Reinform! Und natürlich gibt es noch andere, die mich gerade nicht beschäftigen und deshalb nicht auftauchen.
Mich würde allerdings noch interessieren, ob andere einen genauso 'kategorisieren' würden, wie man selbst. Wer sich traut, kann es mit mir ja mal probieren ;)
(Haupttyp und/oder prozentualen Angaben für jeden Typen als Kommentar oder per Mail)