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Donnerstag, 17. Mai 2012

Tierfreund

Ich mochte Tiere schon immer. Als ich ein Kind war, haben mir meine Eltern den Tierfreund abonniert. Ich war Mitglied im Nabu. Ich töte keine Spinnen, Fliegen oder andere Insekten, die sich in meine Wohnung verirren (die Spinne auf dem Ofen, war Selbstmord!). Sogar Mücken in meinem Schlafzimmer lass ich in Ruhe (ich scheine ihnen aber auch nicht zu schmecken). Ich passe sogar auf, dass ich draußen auf keine Ameisen trete. Manche würden das vielleicht bekloppt nennen, andere tierlieb.
Aber wie kann man sich als tierlieb bezeichen und trotzdem Fleisch essen? Es hat lange gedauert, bis mir dieses eigentlich offensichtliche Detail klar geworden ist. Aber für sowas ist es nie zu spät.
Wer also jemals über Tierschutz nachgedacht hat: Ich denke, es ist ein guter Anfang, sie einfach nicht mehr zu essen!

Mittwoch, 4. April 2012

Spinne

Eine Woche vegan ernähren - das war der Plan. Nach dieser Woche wollte ich einen Erfahrungsbericht abgeben. Allerdings ist schon am ersten Tag etwas passiert, was ich unbedingt gleich teilen möchte.
Normalerweise koche ich mir abends etwas für den nächsten Tag mittags, damit ich es nur noch aufwärmen muss. Vorgestern hab ich das auch wieder so gemacht. Gestern Mittag stellte ich also den Topf auf den Herd, machte das Gas an und da sah ich eine kleine Spinne über den Herd rennen. Sie kam leider nicht weit. Ich versuchte noch, sie von den Flammen weg zu pusten, aber es war schon zu spät.
Da versuche ich also Fleisch, Fisch und Tierprodukte aus meinem Speiseplan zu streichen, um den Tod von Tieren und Massentierhaltung nicht zu unterstützen und da stirbt mir - auf meinem Herd! - eine Spinne!

Montag, 19. März 2012

Fisch

Heute stand ich im Supermarkt und wollte mal wieder eine Dose Thunfisch kaufen. Die letzte hatte ich kürzlich leer gemacht nachdem sie etwa ein Jahr bei mir im Schrank stand für den Fall, dass ich mal keine Zeit zum Einkaufen hätte. Dieser Fall war eingetreten und ich sah mich in meinem Vorgehen bestätigt. Daher wollte ich den Vorrat wieder auffüllen.
Als ich also vor dem Regal stand und nach der Dose griff, sah ich das Delphin-Symbol und dachte: "gut". Aber irgendetwas stimmt doch damit nicht! Um mal naiv zu bleiben: Es wurden also keine Delphine getötet beim Fang der Thunfische. Na und? Aber Thunfische! Das mag jetzt witzig klingen. Ist es aber nicht. Was macht einen Delphin wertvoller als einen Thunfisch? Dass sie so aussehen, als würden sie lächeln? Dass sie durch Reifen springen können? Oder, dass sie aussortiert werden müssen, weil sie nicht schmecken?
Menschen wollen also ihr Gewissen nicht mit dem Tod eines Delphins belasten, essen aber fast täglich Fleisch oder Fisch? Wie paradox! Was gibt uns das Recht, diese Auswahl zu treffen? Unsere fragwürdige Überlegenheit? Ich habe das Gefühl, dass die Verantwortung die wir dadurch tragen ein paar Nummern zu groß für uns ist.
Ich bin ja selbst kein Vegetarier. Fleisch esse ich zwar schon lange nur noch, wenn ich irgendwo eingeladen bin, Fisch gab es aber doch ab und zu. Das werde ich jetzt nochmal überdenken. Die Dose Thunfisch hab ich nicht mitgenommen.

Dienstag, 16. August 2011

Bäcker sein

Mein Vati hat mal gesagt, dass ich selbst dann einen Kuchen backen kann, wenn gar keine Zutaten im Haus sind. Ein noch besseres Gefühl als beim Kuchen backen (kaum vorstellbar) hat man aber, wenn man sein eigenes Brot bäckt. Das erfüllt mich immer mit tiefster Zufriedenheit. Man hat ein Brot und weiß was drin ist. Man hat Zeit - und natürlich viel Liebe - investiert und das schmeckt man! Das hat mir in meiner neuen Wohnung mit Miniküche ohne Backröhre immer gefehlt. Jetzt hab ich aber in einem (sehr guten) italienisch vegetarischen Kochbuch ein Rezept für ein Brot gefunden, das hauptsächlich in der Pfanne gebacken wird. Das Kochbuch sagt, dass das Brot danach noch 5 Minuten in den Ofen soll. Hallo? 5 Minuten? Was soll das bringen? Ich habs einfach ignoriert. Es hat geklappt! Und mein erstes Pfannenbrot war superlecker!

Das heißt also: Bäcker ist man, wenn man ohne Zutaten und ohne Backröhre immer noch backen kann :)

Montag, 6. September 2010

Die Neue

Vor knapp 3 Wochen bin ich in meine allererste ganz eigene Wohnung gezogen. Und damit ihr euch mal ein Bild machen könnt, hab ich euch mal ein Bild gemacht. Vorher hab ich extra Ordnung gemacht und sogar die Fenster geputzt! :)
Die gelben Punkte sind übrigens Lampen. Außer dem Sofa. Das ist ein Sofa und kein Punkt. Obwohl ja die Lampe in der Küche auch kein Punkt ist... Naja, kann man mir folgen? (Die dargestellten Farben der Möbel sind übrigens in etwa an die realen angelehnt.)
Der Umriss vom Balkon meiner Nachbarn (über mir), soll veranschaulichen, wie cool meine Wohnung im Vergleich zu deren ist. Außerdem kann man daraus ersehen, wo mein Balkon überdacht ist und wo nicht. Und man sieht den Grund, warum das Balkonwaschwasser aller über mir Wohnenden mitten auf meinem Balkon landet. Es wird nämlich nicht in eine Regenrinne geleitet, sondern mitten auf meinen Balkon.Die gestrichelte Wand zwischen dem Wohnzimmer und dem Schlafzimmer ist ein Raumteiler aus Holz. Da kann man so halb durchgucken. Und das Fenster zwischen Küche und Wohnzimmer ist eine Durchreiche.Die meisten Möbel sind von der Vermieterin. Letzte Woche war ich mit Kollegen aber bei Ikea und hab mir noch ein Regal und bissl Kleinkram gekauft. Mittlerweile bin ich also richtig gut ausgerüstet. Nur Molger hätte ich noch gerne. Molger ist ein Badregal, das aber natürlich nicht mehr ins Bad passt, wie man auf dem Bild sieht. Es ist auch nicht wirklich ein Regal. Eher so ein kleines Rollwägelchen. Ich brauch nämlich noch etwas Stauraum in der Küche. Von dem großen Hängeschrank ist nur ein Drittel echter Schrank. Im ersten Drittel ist der Dunstabzug und im zweiten der Durchlauferhitzer fürs Warmwasser – den ich übrigens noch nicht mal ausprobiert habe. Molger war aber letztes Wochenende leider nicht mehr verfügbar und darum werd ich ersteinmal probieren, mit dem Platz auszukommen, den ich habe. Und da bei mir sowieso jedes Ding seinen Platz hat, komm ich ganz gut zurecht. Ich darf nur nicht noch mehr kaufen. ;)

Da wir grad beim Kaufen sind: Letzte Woche war ich in einer Filiale einer portugiesischen Supermarktkette. Dort hab ich entdeckt, dass es Ökoschrubber gibt. Ich wische jetzt mit einem Mop aus recycelten bzw nachwachsenden Rohstoffen. Der Stiel ist aus recyceltem Stahl, wurde also wahrscheinlich aus einem ausrangiertem Auto hergestellt. Ob das einer meiner Mazdas war? Der Stiel ist allerdings grün...
Dann hab ich mir gleich noch Ökowaschmittel gekauft. Das riecht bissl komisch, wäscht aber ganz gut, soweit ich das nach dem ersten Test beurteilen konnte.
Und da ich einmal auf dem Trip war, hab ich gleich noch nach Biolebensmitteln gesucht. Danach muss man hier wirklich SUCHEN. Aber ich hab tatsächlich Biomilch gefunden!!! Und natürlich gleich gekauft. Es war ultrahocherhitzte Milch, sollte also mehrere Monate haltbar sein. Diese war noch bis Mitte September haltbar und schon seeeehr eingestaubt. Daran sieht man ziemlich deutlich, dass Bioprodukte hier noch keinen Fuß gefasst haben. Auch Eier kann ich nur in einem einzigen Supermarkt kaufen, weil es nur dort Eier von Freilandhühnern gibt. Und die haben normalerweise auch nur wenige Packungen da stehen. Bioeier hab ich noch gar nicht gesehen.
Aber zurück zur Milch. Vor ein paar Tagen hab ich sie geöffnet und mal nachgeguckt, wo die eigentlich produziert wurde. Und da lacht mich doch ein lautes deutliches DE – RP an. Auf einer portugiesischen Milchpackung von einer portugiesischen Supermarktkette! Das fand ich sehr witzig!

So, und zum Schluss noch eine Anmerkung zu der langen Sendepause (mal wieder... mir fällt aber auch immer wieder eine Ausrede ein!) Ich hab (noch) kein Internet in der neuen Wohnung. Daher schreib ich diesen Blogeintrag auch offline und werd ihn dann am Montag von der Arbeit aus online stellen.
Was ich jedoch festgestellt habe ist, dass man offline viel mehr Zeit hat für die vielen Dinge, die man so machen will. :)

Donnerstag, 25. Februar 2010

Geburtstag

Vor etwa 2 Stunden wollte ich einen Blogeintrag verfassen, in dem ich mich bei allen ganz herzlich bedanken wollte, die an mich gedacht haben. Es ist etwas dazwischen gekommen. Und das war so:
Um den Blogeintrag ein wenig zu illustrieren, hab ich meine Geschenke geordnet und fotografiert. Bei der Gelegenheit hab ich mal zusammengezählt, wieviel Süßkram dabei war. Das war ein Fehler! Nachdem ich die Zahl gesehen hab, überkam mich ein inniger Wunsch nach Bewegung. Viel Bewegung! Und das, obwohl ich heute erst ein Hundertstel (!!!) davon gegessen habe... Ich bin also erstmal ne Runde laufen gegangen. Jetzt gehts mir besser, aber ich weiß immer noch nicht, ob ich heute Nacht ruhig schlafen kann.

Nun zu den Bildern: Viele kennen wahrscheinlich meine kuhle Tasche. Da ist jetzt ein Aufnäher drauf. Und zwar einer von der freien Universität von Mexiko Stadt. Den hab ich von Miguel bekommen. Und da es den tatsächlich an meinem Geburtstag gab, soll er hier als erstes erwähnt werden. Außerdem gab es noch Blumen von Leonor, über die ich mich auch sehr gefreut hab!

Am Dienstag hatte ich dann gleich 3 Päckchenbenachrichtigungskarten im Briefkasten und konnte am Mittwoch zur Post wackeln. Nachmittags gabs dann noch Kuchen für die Kollegen und noch mehr Geschenke - womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte. Soweit ich weiß, hat noch niemand meiner Kollegen Geschenke bekommen. Und da ich jetzt schon über ein Jahr da bin, müsste eigentlich jeder mindestens einmal Geburtstag gehabt haben... Kann aber auch sein, dass noch niemand Geburtstagskuchen gebacken hat. Ich fühle mich auf jeden Fall äußerst geehrt!
Heute kam endlich auch das Päckchen an, das eigentlich zuerst da war. Letzten Freitag hatte ich nämlich eine Päckchenbenachrichtigungskarte im Briefkasten, die nicht von der Post stammte. Es hat etwas gedauert, bis ich sie entziffern konnte, aber es stand drauf, dass der Zusteller am Montag wieder käme. Ich hatte also am Montag wieder eine Päckchenbenachrichtigungskarte im Briefkasten, weil ich ja nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben kann, und weil Inês zwar da war, aber den halben Tag schläft. Sie hat wohl auch jemanden klingeln gehört... Jedenfalls stand auf dieser Päckchenbenachrichtigungskarte, dass das Päckchen wieder zurück geschickt wird! Nach nur zweimal zustellen, einmal um 15:05 und einmal um 09:35 - Zeiten zu denen jeder normale Mensch arbeitet (auch in Portugal) oder schläft. ;) Zum Glück war eine Kontaktemailadresse angegeben. Da hab ich doch flugs eine Email geschrieben. Und ich hatte Glück, das Päckchen war noch in Évora und ich konnte einen Zustelltermin ausmachen. Der war heute.

So, und auf dem zweiten Foto sind nun alle Gaben zu sehen, die mich diese Woche erreicht haben (ohne den Süßkram - der hat nicht mehr aufs Bett gepasst...). Es fehlen nur zwei Geburtstagsglückwunschkarten, die ich schon an anderer Stelle dekorativ verwertet habe :)
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die an mich gedacht haben! Egal ob nachträglich, vorträglich oder mehrmals täglich. ;) Und egal, wie sie das letztendlich zum Ausdruck gebracht haben. So!

Sonntag, 17. Januar 2010

Es gibt immer was zu Lachen!

Heute ist es trocken! Also es hat nicht geregnet - also fast nicht... Naja, was ich eigentlich erzählen will, ist, dass ich das schöne Wetter genutzt hab und radfahren war. Es war toll und mir ist mal wieder klar geworden, dass ich die portugiesische - oder genauer die alentejanische - Landschaft sehr gerne mag! Ein dauerndes auf und ab, so dass es nicht langweilig wird, aber nicht so krasse Berge, dass man die Lust verliert - ja, solls geben... hab ich gehört ;)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)

Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)

...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)