Ich war gerade joggen. Da kann man so schön nachdenken. Wenn mich etwas beschäftigt oder aufregt, hilft es eigentlich meistens, eine Runde zu rennen. Dann ist der Kopf wieder frei und man kann beruhigt ins Bett gehen, ohne das Problem in selbigem durchdenken zu müssen. Heute hatte ich viel zu denken. Und nach einer Stunde, in der ich überhaupt nicht gemerkt habe, dass ich laufe, war ich irgendwie noch nicht fertig damit. Falls ich also irgendwann einen Halbmarathon laufen will, muss ich mir vorher nur ein Problem anlachen und ein paar Wochen schmoren lassen - das hält dann schon für 2-3 Stunden. ;) Damit ich nachher trotzdem wie gewohnt schnell einschlafen kann, muss ich es eben noch aufschreiben.
Ihr habt sicher schon mal vom Charme südländischer Männer gehört. Genau das ist mein Problem. Ich habe ja nichts gegen Männer, die mir Komplimente machen. Aber das ist mir hier meines Wissens auch noch nicht passiert (außer gelegentlich von Männern, die ich kenne und die nicht zwingend Südländer sind). Hier starren sie einen an, sie glotzen, sie hupen, sie rufen einem aus fahrenden Autos zweifelhafte Bemerkungen zu. Ich gebe zu, dass ich die Worte, die sie da rufen, nicht verstehe. Aber der Tonfall und die Art und Weise (aus fahrenden Autos...) sprechen eine deutliche Sprache. Es sind die Jüngeren, die sich so lautstark bemerkbar machen. Männer mittleren und höheren Alters beschränken sich aufs visuelle Grabschen (sorry, es fällt mir kein besserer Ausdruck ein, das zu beschreiben) oder eine gemurmelte Bemerkung im Vorbeigehen. Natürlich nur, wenn sie meinen, die Ehefrau merkts nicht. Damit liegen sie natürlich meist falsch und ich ziehe somit auch die geringschätzigen Blicke der Frauen mittleren Alters auf mich.
Ehe hier ein falsches Bild entsteht: Es sind natürlich nicht alle so. Und ich glaube fest daran, dass es liebe und nette Portugiesen gibt, die sich anständig benehmen. Aber vorsichtig geschätzt trifft es auf etwa ein Viertel der Männer zu. Es passiert also nicht ab und zu mal, sondern mehrmals täglich. Jedenfalls das Glotzen. Zurufe bekomme ich etwa einmal die Woche. Und das zerrt ganz schön an meinen Nerven! Ich werde paranoid, glaube alle starren mich an, ich lächle nicht mehr, wenn ich die Straße entlang gehe - es könnte ja missverstanden werden, ich werde verbittert und freue mich, meine Wohnungstür hinter mir schließen zu können. Laufen ist für mich oft nicht mehr Entspannung sondern eher ein Spießrutenlauf. Aber ich will doch mein Lächeln, meine positive Einstellung und mein Bemühen um Vorurteilsfreiheit nicht aufgeben! :(
Wie machen das also die portugiesischen Frauen? Passiert denen das nicht? Stört die das nicht? Ich hab das mal beobachtet. (Nein, ich hab niemanden angestarrt dabei!)
Die Männer glotzen! Ganz offen! Aber nicht ins Gesicht oder auf die schönen langen Haare, die die meisten jungen Frauen hier haben - falls ihr versteht, was ich meine...
Bei mir kommt dann wahrscheinlich noch erschwerend hinzu, dass ich anders bin. Portugiesische Frauen joggen nicht, sie tragen keinen Rucksack zum Einkaufen, sie fahren nicht Fahrrad (ehrlich!). Gut, ich will nicht wieder alle über einen Kamm scheren. Das haben sie sicher nicht verdient - das hat niemand - aber es ist äußerst selten. Von meiner Radtour am Samstag hatte ich ja kurz berichtet. Ich habe (für Portugal) relativ viele andere Radfahrer getroffen unterwegs, etwa 20 vielleicht. Und 0% davon waren Frauen - und nein, es fehlt keine 1, 2 oder 3 davor!
Ich werde jetzt noch ein wenig Bram Stokers Dracula lesen, um mein aufgewühltes Gemüt zu beruhigen ;) Ein sehr gutes Buch übrigens! Danke der großzügigen Schenkerin :)
Meine ganz persönlichen, äußerst subjektiven, manchmal nicht ganz ernst gemeinten Gedanken über das Leben (fast) am Rande des Kontinents, und überhaupt
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Mittwoch, 29. September 2010
Montag, 27. September 2010
Mein Fahrrad
Frisch zurück aus der Schweiz begrüßt mich Portugal mit Sonnenschein aber endlich etwas kühlerer Luft. Ich nenne es Erzgebirgshochsommer. :) Heute Morgen hab ich darum seit ganz langer Zeit, mein Rad mal wieder für eine längere Tour aus meinem Abstellraum geholt. Ich hab mich für die längste meiner Standardtouren entschieden. Passiert ist unterwegs nicht viel. Ich hab nur hier und da die Spuren von Waldbränden gesehen. Aber das ist für diese Jahreszeit nicht so ungewöhnlich hier.
Sonntag, 19. September 2010
Nichtmeinfahrrad
(Folgendes hab ich gestern Abend aufgeschrieben.)
Trotz dass ich grad nicht so gut drauf bin, hat mich heute einer meiner Nachbarn ganz schön zum Lachen gebracht. Also nicht er selbst war so lustig, sondern mehr, was ihm passiert ist.
Er klingelt also an meiner Tür und soweit ich das erkennen konnte, hat er vorher auch schon bei denen gegenüber geklingelt. Er stellt sich vor als einer der Nachbarn weiter oben und fragt mich, ob ich ein Fahrrad habe, was ich natürlich bejahe. Dann erzählt er mir etwas von einem Fahrrad, das aber nicht seins ist. Aber den Sinn der Geschichte verstehe ich nicht. Ich sage ihm also, dass ich nicht so gut portugiesisch spreche. Er nickt verstehend und wiederholt seine Geschichte. Leider hat sich mein Portugiesisch in den wenigen Sekunden nicht signifikant verbessert. Ich sage ihm, dass ich ihn nicht verstehe. Da er so verzweifelt guckt, frage ich ihn, ob er denn englisch kann. 'More or less.' sagt er darauf und wiederholt sein Anliegen in nicht so schlechtem Englisch mit ein paar Brocken Portugiesisch zwischendrin und will noch wissen, welche Farbe mein Rad hat.
Und hier kommts:
Er hat ein Fahrrad in seinem Abstellraum unterm Dach stehen. Das gehört ihm aber nicht. Und er hat keine Ahnung, wer ihm das da rein gestellt hat.
Es ist nicht silbergrau, also nicht meins, ich geh aber trotzdem mal lieber nach oben und gucke, ob meins noch da ist (es ist). Und gucke mir das wunderbar aufgetauchte Rad an, komplett mit Helm und Rucksack. Und er erzählt mir, dass das erste, was er gemacht hat, nachdem er das festgestellt hat, war, das Schloss an der Tür auszutauschen. Vielleicht hätte er das nicht machen sollen und es hätte irgendwann nochmal jemand was reingestellt :D
Jetzt wunderts mich auch nicht mehr, warum ich die Geschichte nicht gleich verstanden hab. Ich könnte mir jetzt einfach einbilden, dass es an der Abwegigkeit der Begebenheit lag und nicht an meinen unterentwickelten Portugiesischkenntnissen. ;)
Und hier noch ein Zitat, passend dazu, von meinen nicht-portugiesischen Kollegen: "In Évora (wahlweise auch Portugal) ist alles möglich! Im Guten und im Schlechten!"
(Recht haben sie, das merkt man hier schnell - als Ausländer.)
Trotz dass ich grad nicht so gut drauf bin, hat mich heute einer meiner Nachbarn ganz schön zum Lachen gebracht. Also nicht er selbst war so lustig, sondern mehr, was ihm passiert ist.
Er klingelt also an meiner Tür und soweit ich das erkennen konnte, hat er vorher auch schon bei denen gegenüber geklingelt. Er stellt sich vor als einer der Nachbarn weiter oben und fragt mich, ob ich ein Fahrrad habe, was ich natürlich bejahe. Dann erzählt er mir etwas von einem Fahrrad, das aber nicht seins ist. Aber den Sinn der Geschichte verstehe ich nicht. Ich sage ihm also, dass ich nicht so gut portugiesisch spreche. Er nickt verstehend und wiederholt seine Geschichte. Leider hat sich mein Portugiesisch in den wenigen Sekunden nicht signifikant verbessert. Ich sage ihm, dass ich ihn nicht verstehe. Da er so verzweifelt guckt, frage ich ihn, ob er denn englisch kann. 'More or less.' sagt er darauf und wiederholt sein Anliegen in nicht so schlechtem Englisch mit ein paar Brocken Portugiesisch zwischendrin und will noch wissen, welche Farbe mein Rad hat.
Und hier kommts:
Er hat ein Fahrrad in seinem Abstellraum unterm Dach stehen. Das gehört ihm aber nicht. Und er hat keine Ahnung, wer ihm das da rein gestellt hat.
Es ist nicht silbergrau, also nicht meins, ich geh aber trotzdem mal lieber nach oben und gucke, ob meins noch da ist (es ist). Und gucke mir das wunderbar aufgetauchte Rad an, komplett mit Helm und Rucksack. Und er erzählt mir, dass das erste, was er gemacht hat, nachdem er das festgestellt hat, war, das Schloss an der Tür auszutauschen. Vielleicht hätte er das nicht machen sollen und es hätte irgendwann nochmal jemand was reingestellt :D
Jetzt wunderts mich auch nicht mehr, warum ich die Geschichte nicht gleich verstanden hab. Ich könnte mir jetzt einfach einbilden, dass es an der Abwegigkeit der Begebenheit lag und nicht an meinen unterentwickelten Portugiesischkenntnissen. ;)
Und hier noch ein Zitat, passend dazu, von meinen nicht-portugiesischen Kollegen: "In Évora (wahlweise auch Portugal) ist alles möglich! Im Guten und im Schlechten!"
(Recht haben sie, das merkt man hier schnell - als Ausländer.)
Mittwoch, 10. März 2010
Mix
Hmm... mal wieder ein paar Neuigkeiten gefällig?
Also:
1. Mércia ist wieder da :)
2. Heute ist lange Messnacht. Ich bin also noch ein Weilchen wach und kann bloggen :)
3. Ich bekomme Besuch am Samstag :)
4. Die alte Dame aus dem Haus gegenüber grüßt mich schon ein ganze Weile (und ich sie natürlich). Letzte Woche hab ich sie mal nicht vor der Haustür getroffen, sondern eine Straße weiter weg. Da hat sie gelacht und mir zugewunken. Das fand ich toll :) (Die Portugiesen starren mich normalerweise nur an.)
5. Am Wochenende hab ich mal wieder ein Brot gebacken. Diesmal für eine Einzugsfeier - wie passend. Hat auch allen geschmeckt :)
6. Heute hat es noch nicht geregnet und für mindestens eine Woche soll das auch so bleiben :)
7. Ich les mein portugiesisches Harry Potter Buch schon zum zweiten Mal! Das ist sehr praktisch, weil man ganz nebenbei so lebenswichtige Vokabeln wie Zauberstab (a varinha) und Besen (a vassoura) lernt :)
8. Nächstes Wochenende fahre ich nach Lissabon! Und übernächstes nach Porto :)
9. Morgen schlaf ich aus :)
10. Auf meiner Radtour am Wochenende ist mir mal wieder aufgefallen, dass der Alentejo im Frühling sehr schön ist. Alles grünt, blüht und duftet fröhlich vor sich hin :)
Falls ich jetzt irgendwas komisches geschrieben habe (also komischer als sonst), verzeiht! Es ist schon spät.
Also:
1. Mércia ist wieder da :)
2. Heute ist lange Messnacht. Ich bin also noch ein Weilchen wach und kann bloggen :)
3. Ich bekomme Besuch am Samstag :)
4. Die alte Dame aus dem Haus gegenüber grüßt mich schon ein ganze Weile (und ich sie natürlich). Letzte Woche hab ich sie mal nicht vor der Haustür getroffen, sondern eine Straße weiter weg. Da hat sie gelacht und mir zugewunken. Das fand ich toll :) (Die Portugiesen starren mich normalerweise nur an.)
5. Am Wochenende hab ich mal wieder ein Brot gebacken. Diesmal für eine Einzugsfeier - wie passend. Hat auch allen geschmeckt :)
6. Heute hat es noch nicht geregnet und für mindestens eine Woche soll das auch so bleiben :)
7. Ich les mein portugiesisches Harry Potter Buch schon zum zweiten Mal! Das ist sehr praktisch, weil man ganz nebenbei so lebenswichtige Vokabeln wie Zauberstab (a varinha) und Besen (a vassoura) lernt :)
8. Nächstes Wochenende fahre ich nach Lissabon! Und übernächstes nach Porto :)
9. Morgen schlaf ich aus :)
10. Auf meiner Radtour am Wochenende ist mir mal wieder aufgefallen, dass der Alentejo im Frühling sehr schön ist. Alles grünt, blüht und duftet fröhlich vor sich hin :)
Falls ich jetzt irgendwas komisches geschrieben habe (also komischer als sonst), verzeiht! Es ist schon spät.
Sonntag, 17. Januar 2010
Es gibt immer was zu Lachen!
Heute ist es trocken! Also es hat nicht geregnet - also fast nicht... Naja, was ich eigentlich erzählen will, ist, dass ich das schöne Wetter genutzt hab und radfahren war. Es war toll und mir ist mal wieder klar geworden, dass ich die portugiesische - oder genauer die alentejanische - Landschaft sehr gerne mag! Ein dauerndes auf und ab, so dass es nicht langweilig wird, aber nicht so krasse Berge, dass man die Lust verliert - ja, solls geben... hab ich gehört ;)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)
Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)
...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)
Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)
...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)
Sonntag, 10. Januar 2010
Soviel Neues
Das neue Jahr brachte einige Neuigkeiten. Die schlimmste (für mich) ist, dass das Wasser in Évora zu stark mit Schwermetallen und Aluminium belastet ist. Auch in Portugal gibt es dafür Richtwerte und die werden hier zum Teil um das Doppelte überschritten. Ich weiß das zwar auch alles nur aus zweiter Hand (also von Mércia, die jemanden kennt, der in der Wasserwirtschaft in Évora arbeitet), aber vermutet hab ich das schon irgendwie. Als ich nämlich das letzte Mal Blut spenden war (Mitte Dezember in Neuhausen), war mein Eisenwert doppelt so hoch (!) als ein knappes Jahr vorher und die 7 Jahre davor, in denen ich schon Blut spende. Und wenn in dem Wasser soviel Eisen drin ist (mir fällt kein anderer plausibler Grund ein für die hohen Eisenwerte), warum auch nicht noch anderes Metall. Gut, dass ich in letzter Zeit nicht auf einem Schrottplatz war. Da wär ich vielleicht noch an so nem Riesenmagneten hängen geblieben. ;)
Jetzt müssen wir also Wasser kaufen. Wasser zum Trinken, Wasser zum Kochen und am besten auch noch zum Zähneputzen... Da kommt ganz schön was zusammen. Und Abkochen hilft ja bei Schwermetallbelastung nicht viel.
Aber weil das für mich keine Lösung auf Dauer ist, werd ich mich mal nach einem Filtergerät umgucken (müssen). Kennt sich damit jemand aus?
Eine weitere Neuigkeit (nicht ganz so überraschend): mein neuer Heizer heizt ganz gut, ist aber auch nicht waschmaschinen-, mikrowellen- und nicht mal toasterkompatibel. Ich bin gespannt, ob wenigstens alle drei Heizer (Mércias, Inês' und meiner) gleichzeitig laufen können. Inês ist übers Wochenende daheim. Daher konnten wir das noch nicht testen.
Jetzt erweist es sich als Nachteil, dass ich das schönste Zimmer hab mit den zwei Fenstern. Warm wird es hier nämlich auch mit Heizer nicht wirklich. Darum sitz ich mit Handschuhen hier, hab mir auch lieber noch meine Decke übergeworfen und trinke Tee (aus gekauftem Wasser). Mir geht ständig durch den Kopf, wieviel Energie man auf diese Weise in einem isolierten Haus sparen könnte. Da bräuchte man ja fast gar nicht mehr heizen...
Naja, Bewegung macht ja auch warm. Also Wasser schleppen aus dem Supermarkt zum Beispiel. Oder laufen. Oder Rad fahren. Da war allerdings mal wieder die Luft runter, als ich wieder kam. Da ich den Hinterreifen schon zweimal geflickt hatte, hab ich mir mal einen neuen Schlauch gekauft. Es zeigte sich dann, dass sich die Flicken gelöst hatten. Liegt das am Flickzeug? Oder hab ich einfach keine Ahnung? Das muss ich wohl noch bissl üben...
Und dann hat mir Mércia noch eine lustige Geschichte erzählt. Anfang der Woche gab es ein Erdbeben. Also mal ein richtiges. So ein paar kleine gibts hier immer mal. Aber da haben wohl sogar die Lampen richtig geschaukelt. Naja, das Haus steht jedenfalls noch.
So, ich mach mir erstmal noch nen Tee. :)
Jetzt müssen wir also Wasser kaufen. Wasser zum Trinken, Wasser zum Kochen und am besten auch noch zum Zähneputzen... Da kommt ganz schön was zusammen. Und Abkochen hilft ja bei Schwermetallbelastung nicht viel.
Aber weil das für mich keine Lösung auf Dauer ist, werd ich mich mal nach einem Filtergerät umgucken (müssen). Kennt sich damit jemand aus?
Eine weitere Neuigkeit (nicht ganz so überraschend): mein neuer Heizer heizt ganz gut, ist aber auch nicht waschmaschinen-, mikrowellen- und nicht mal toasterkompatibel. Ich bin gespannt, ob wenigstens alle drei Heizer (Mércias, Inês' und meiner) gleichzeitig laufen können. Inês ist übers Wochenende daheim. Daher konnten wir das noch nicht testen.
Jetzt erweist es sich als Nachteil, dass ich das schönste Zimmer hab mit den zwei Fenstern. Warm wird es hier nämlich auch mit Heizer nicht wirklich. Darum sitz ich mit Handschuhen hier, hab mir auch lieber noch meine Decke übergeworfen und trinke Tee (aus gekauftem Wasser). Mir geht ständig durch den Kopf, wieviel Energie man auf diese Weise in einem isolierten Haus sparen könnte. Da bräuchte man ja fast gar nicht mehr heizen...
Naja, Bewegung macht ja auch warm. Also Wasser schleppen aus dem Supermarkt zum Beispiel. Oder laufen. Oder Rad fahren. Da war allerdings mal wieder die Luft runter, als ich wieder kam. Da ich den Hinterreifen schon zweimal geflickt hatte, hab ich mir mal einen neuen Schlauch gekauft. Es zeigte sich dann, dass sich die Flicken gelöst hatten. Liegt das am Flickzeug? Oder hab ich einfach keine Ahnung? Das muss ich wohl noch bissl üben...
Und dann hat mir Mércia noch eine lustige Geschichte erzählt. Anfang der Woche gab es ein Erdbeben. Also mal ein richtiges. So ein paar kleine gibts hier immer mal. Aber da haben wohl sogar die Lampen richtig geschaukelt. Naja, das Haus steht jedenfalls noch.
So, ich mach mir erstmal noch nen Tee. :)
Samstag, 14. November 2009
MacGyver lässt grüßen...
Oder: Wie repariere ich eine schrottreife Fahrradlampe mit Hilfe eines Koffernamensschilds und einem Armband?!
Die Lampe ist schon lange kaputt. Die ein oder andere Doris kann sich sicher noch an den Lenkerüberflug erinnern, den ich vor über einem halben Jahr dargeboten habe. Es handelt sich um das Vorderlicht, das ich zusammen mit meinem Fahrrad gekauft habe. Das war ein richtig gutes! Ich dachte damals, wenn man einmal ne Lampe kauft, sollte mans gleich richtig machen. Naja, so nen Crash muss aber auch eine richtig gute Lampe nicht überstehen. Das Gehäuse ist zerbrochen, die Batterien sahen ziemlich zermatscht aus (hab sie schon lange fachgerecht entsorgt) und ein Teil hab ich in der Dunkelheit nicht wiedergefunden. Dieses Teil war essentiell für die Stromversorgung der Lampe - son Kontaktdingens an dem die Batterien anliegen müssten.
Seitdem hab ich mir vorgenommen, eine neue Lampe zu kaufen. Irgendetwas in mir hat sich aber immer gesträubt. Ich wollte es einfach nicht einsehen, schon wieder eine Lampe kaufen zu müssen, obwohl ich doch extra eine gute genommen hatte, damit ich NICHT so schnell eine neue brauche. Nun wird es aber immer schon früh dunkel und wenn ich mit dem Fahrrad zum Fred fahre, bräuchte ich die Lampe eigentlich schon.
Heute hab ich sie nochmal hevorgekramt. Der Fall sah im März noch ziemlich aussichtslos aus. Aber heute hatte ich die zündende Idee, die Lampe, die für 3 Batterien gedacht ist, nur mit zweien laufen zu lassen. (Frage an alle elektrisch versierten Leser ;) : Ist das schlecht für die Lampe, oder geht sowas problemlos?) Das wichtige verlorene Teil war also auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Ich konnte es durch Armbanddraht (sowas, wo man Perlen drauf fädeln kann - herzlichen Dank an dieser Stelle an die generöse Schenkerin :) ), den ich um ein kleines Stück Plastik vom Kofferanhänger gewickelt hatte, ersetzen. Außerdem hatte der Kofferanhänger ein Weichplastikband zum Befestigen am Koffer. Das hab ich benutzt, um das Gehäuse zusammenzuhalten. Der erste Test... und siehe da: es leuchtet! Einmal einschalten: Dauerlicht, zweimal: Blinklicht, dreimal: aus. Die Lampe tut, was sie tun soll und was sie vor über einem halben Jahr schon getan hat.
Ich bin so gut :)
Und heut abend gibts ne Testfahrt!
Die Lampe ist schon lange kaputt. Die ein oder andere Doris kann sich sicher noch an den Lenkerüberflug erinnern, den ich vor über einem halben Jahr dargeboten habe. Es handelt sich um das Vorderlicht, das ich zusammen mit meinem Fahrrad gekauft habe. Das war ein richtig gutes! Ich dachte damals, wenn man einmal ne Lampe kauft, sollte mans gleich richtig machen. Naja, so nen Crash muss aber auch eine richtig gute Lampe nicht überstehen. Das Gehäuse ist zerbrochen, die Batterien sahen ziemlich zermatscht aus (hab sie schon lange fachgerecht entsorgt) und ein Teil hab ich in der Dunkelheit nicht wiedergefunden. Dieses Teil war essentiell für die Stromversorgung der Lampe - son Kontaktdingens an dem die Batterien anliegen müssten.
Seitdem hab ich mir vorgenommen, eine neue Lampe zu kaufen. Irgendetwas in mir hat sich aber immer gesträubt. Ich wollte es einfach nicht einsehen, schon wieder eine Lampe kaufen zu müssen, obwohl ich doch extra eine gute genommen hatte, damit ich NICHT so schnell eine neue brauche. Nun wird es aber immer schon früh dunkel und wenn ich mit dem Fahrrad zum Fred fahre, bräuchte ich die Lampe eigentlich schon.
Heute hab ich sie nochmal hevorgekramt. Der Fall sah im März noch ziemlich aussichtslos aus. Aber heute hatte ich die zündende Idee, die Lampe, die für 3 Batterien gedacht ist, nur mit zweien laufen zu lassen. (Frage an alle elektrisch versierten Leser ;) : Ist das schlecht für die Lampe, oder geht sowas problemlos?) Das wichtige verlorene Teil war also auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Ich konnte es durch Armbanddraht (sowas, wo man Perlen drauf fädeln kann - herzlichen Dank an dieser Stelle an die generöse Schenkerin :) ), den ich um ein kleines Stück Plastik vom Kofferanhänger gewickelt hatte, ersetzen. Außerdem hatte der Kofferanhänger ein Weichplastikband zum Befestigen am Koffer. Das hab ich benutzt, um das Gehäuse zusammenzuhalten. Der erste Test... und siehe da: es leuchtet! Einmal einschalten: Dauerlicht, zweimal: Blinklicht, dreimal: aus. Die Lampe tut, was sie tun soll und was sie vor über einem halben Jahr schon getan hat.
Ich bin so gut :)
Und heut abend gibts ne Testfahrt!
Samstag, 7. November 2009
Durchschnittssamstag
Heute ist Samstag. Samstags geh ich normalerweise einkaufen. So auch heute. Und da ist mir aufgefallen, wie merkwürdig doch die Portugiesen sind (haha). Zum Einkaufen fahr ich meistens mit dem Rad. So auch heute. Und da jetzt auch hier die lange-Hosen-Zeit angefangen hat, macht man was? Hochkrempeln! Ok, man kann auch neongrüne reflektierende Bänder drum binden, wie ein anderer deutscher Évorabewohner... Aber ich bin eher der Hochkrempler. Und da wird man ja ganz schön schief angeguckt im Supermarkt. Das kennen die hier gar nicht! Sicher haben das die Portugiesen nicht mal mit Fahrradfahren assoziiert. (und ich glaube nicht, dass es mit neongrünen reflektierenden Bändern besser ist)
Und dann, auf der Rückfahrt, hat mich ein Mädchen total verblüfft angeguckt, so als könnte sie nicht radfahren und als wäre das ein hochkomplizierter technischer Vorgang, der da passiert. Aber was ich am traurigsten finde ist, dass diese Erklärung für ihren Gesichtsausdruck tatsächlich plausibel ist, hier in Évora...
Aufgrund mehrfachen Wunsches hab ich heut mal die Kamera mit genommen, als ich mit Fred draußen war. Da wars schon dunkel. Von den Fotos kann man ein tolles Fred-Puzzle machen. Auf jedem Bild ist ein anderes Stück Hund drauf. Es ist gar nicht so leicht, mit Leine in der einen Hand und Kamera in der anderen, den Hund ins Bild zu kriegen. Ich werd das morgen nochmal versuchen. Da geh ich tagsüber. Da kann ich ihn auch aus der Ferne so fotografieren, dass er noch zu sehen ist. Für alle, die es gar nicht erwarten können ist hier schonmal das beste des Tages. Sogar in Sitzposition :)
So und zum Schluss noch eine unschöne Neuigkeit: Mércia glaubt, dass sie swine-flu hat :(
oh weh oh weh...
Und dann, auf der Rückfahrt, hat mich ein Mädchen total verblüfft angeguckt, so als könnte sie nicht radfahren und als wäre das ein hochkomplizierter technischer Vorgang, der da passiert. Aber was ich am traurigsten finde ist, dass diese Erklärung für ihren Gesichtsausdruck tatsächlich plausibel ist, hier in Évora...
So und zum Schluss noch eine unschöne Neuigkeit: Mércia glaubt, dass sie swine-flu hat :(
oh weh oh weh...
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