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Montag, 16. Mai 2011

weg

Da komm ich aus dem Urlaub wieder und muss feststellen, dass sich einiges geändert hat. Zuhause haben mich ein paar Leute zur wirtschaftlichen Situation in Portugal gefragt und ob man davon im täglichen Leben etwas merkt. Bis dahin hatte ich noch nicht das Gefühl. Aber nun fehlen die Klopapierrollenhalter und Seifenspender in den Toiletten der Uni. Also die angeschraubten Dinger. Ich könnte es ja als Sparmaßnahme verstehen, wenn man sie einfach nicht mehr befüllt. Aber sie wurden komplett entfernt. Vielleicht ist der Rohstoffpreis gerade hoch (die waren aus hochwertiger Plastik). Klopapier verirrt sich seither nur noch selten auf die Toiletten, liegt dann auf dem Boden oder auf dem Spülkasten, ständig in der Gefahr, ins Klo zu fallen; und Seife fehlt ganz. Also nicht ganz ganz, aber fast. Letzte Woche wurde ein unangeschraubter, voller Flüssigseifenspender bereitgestellt. Aber nach einem halben Tag war der dann auch weg, samt Inhalt. Ihr könnt also sicher meine Verzweiflung verstehen, wenn am Wochenende dann nicht einmal Licht brennt im Innenbad!

Außerdem weg ist der Urlaubseffekt. Und das nach nur zwei Wochen; zwei sehr stressigen Wochen ohne Wochenende (daher meine Verzweiflung, s.o.) und mit mindestens zwei Überstunden täglich. Im Urlaub verschwinden meine Nackenschmerzen meistens. Da mein Urlaub diesmal aber sehr vollgepackt und nicht so entspannend war (aber trotzdem sehr schön!) sind sie 'nur' (immerhin) etwas besser geworden. Und nun sind sie wieder da. Schwimmen war ich erst letzten Freitag wieder und die ungewohnte Bewegung hat natürlich erstmal nix besser gemacht. Mal sehen, wie es diese Woche wird. Joggen geh ich nun auch wieder. Das musste ja leider wegen meinem Heuschnupfen (und dem Stress) auch erstmal ausfallen.

Und noch was ist weg: Der Beitrag für eine Konferenz in Madrid im Juni. Der Beitrag, der mir den ganzen Stress verschafft hat. Also eigentlich ist ja die Wüste dran Schuld. In dem Beitrag gehts nämlich um Saharastaub. Und weg heißt hier nicht, dass ich ihn verschusselt habe, sondern ich habe ihn abgeschickt! Fristgerecht! Gestern! Am Sonntag! Ich kann also ab heute wieder 'normal' arbeiten.

Und jetzt bin ich auch noch weg.

Montag, 25. Oktober 2010

nochmal Madrid

Spanien erscheint mir gerade wie das gelobte Land. Nach 22 Monaten Portugal und vor allem Évora, tut es gut offene Menschen zu treffen, die mit einem sprechen, auf einen zugehen und einen einbeziehen. Es macht Spaß das Wochenende mit fröhlichen, lieben Menschen zu verbringen, die nicht genauso genervt sind von so vielem, wie man selber in Évora, sondern genauso neugierig, unternehmungslustig und offen gegenüber Neuem. Ich habe hier in Madrid nach einer Woche schon mehr Freunde gefunden, als in Évora in einem halben Jahr - und zwar keine Ausländer, sondern Spanier! Es geht also doch! Und ich kann jetzt schon fast besser Spanisch als Portugiesisch :)
Madrid selbst ist sehr schön, präsentiert sich aber auch im besten Herbstwetter: strahlend blauer Himmel, warme Tage, kalte Nächte. Es gibt viel Grün, schöne Sehenswürdigkeiten und viel zu Essen - aber natürlich auch sehr viele Menschen! Trotzdem ist es sauber, die Gehwege sind begehbar und unser Gästehaus ist auch sehr toll!
Und es gibt joggende und Rad fahrende Frauen!
Und die Schokolade ist billiger!
und so :)

Samstag, 16. Oktober 2010

Madrid

Ich möchte mich nur kurz verabschieden. Also nicht vom Blog, aber von Évora. Morgen gehts für 3 Wochen nach Madrid. Dort werde ich hauptsächlich arbeiten. Aber ich hoffe natürlich, dass ich auch mal dazu komme, die Stadt anzugucken und Karten zu schreiben ;) Und vielleicht schaff ich es sogar mal einen Madrid-Beitrag zu verfassen. Immer vorausgesetzt, dass wir alle heil ankommen. Ich darf (soll/muss) nämlich auch einen Teil der Strecke fahren - mit nem Transporter mit fragiler Fracht! Ich bin ja mal gespannt, wie das so wird...