Manch einen mag es erstaunen, aber ich bin überhaupt kein reiselustiger Mensch! Ich fühle mich zu Hause am wohlsten und Verreisen ist mir eher lästig. So!
Zuerst Koffer packen: Man hat ständig das Gefühl man vergisst irgendetwas und wenn man wieder zurück kommt hat man (im Idealfall) nix vergessen, sondern eher viel zu viel mitgenommen.
Dann gehts los: anderthalb Stunden Bus fahren durch das Nichts des Alentejo (was ich ja eigentlich sehr schön finde, aber was für 1.5 h doch etwas abwechslungsarm ist), dann quer durch Lissabon, Anstellen am Schalter im Flughafen, Handgepäck durcheinander Bringen an der Sicherheitskontrolle, Warten am Gate (lange..., weil man ja großzügig plant), Kaufen von überteuertem Wasser, viele drängelnde Menschen beim Einsteigen ins Flugzeug, die wohl Angst haben, dass sie keinen Sitzplatz mehr bekommen, und dann...
ein Lichtblick!
Für mich das Größte beim Fliegen, ist der Start. Es scheint eine physikalische Unmöglichkeit! Dieser tonnenschwere Koloss aus Stahl, Plastik, Karbon (keine Ahnung...) und beladen mit so vielen Menschen fährt zur Startbahn, wartet auf das Ok vom Tower und gibt Gas! Er wird immer schneller, ruckelt und wackelt und rüttelt und wird noch schneller. Und dann hört das Ruckeln, das Wackeln und das Rütteln plötzlich auf und das Flugzeug wird ruhig (natürlich nicht im akustischen Sinne). Es fliegt! Wider aller Erwartungen meinerseits. Nach so vielen Flügen kann ich es trotzdem jedes Mal nicht wirklich glauben! Das Flugzeug gewinnt schnell an Höhe und an einem gewissen Punkt lässt der Schub nach und es fühlt sich an, als würde das Flugzeug nach unten fallen. Es kribbelt im Bauch bis man sich klar gemacht hat, dass es nur nicht mehr so stark steigt wie bisher. Und dann wirds uninteressant. Also abhängig von Wetter, Tageszeit und Sitzplatz. Am schönsten ist, einen Fensterplatz zu haben und eine klare Nacht. Dann kann man die Reflektion des Mondes auf Flüssen und Seen verfolgen. Silberne Bänder huschen schnell durch das so weit entfernte, schwarze Land. Wunderschön!
Nach der Landung bewundert man den Piloten und bedankt sich innerlich(!) für seinen tollen Job. Und man ist plötzlich wo ganz anders. Anderes Land, andere Sprache, andere Zeit. Manchmal fühle ich mich dann allein und hilflos, meistens schwanke ich aber nur zwischen müde und abenteuerlustig.
Nun gibt es für mich zwei verschiedene Arten von Reisen. Erstens die Dienstreisen, also Konferenzen, Meetings, Messkampagnen, Workshops und so weiter, und zweitens Urlaubsreisen. Die Dienstreisen sind für mich unvermeidbar, haben einen guten Grund und sind auch immer sehr interessant und schön. Aber ohne diesen guten Grund, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, St. Petersburg, Genf oder Madrid zu bereisen.
Die Urlaubsreisen sind nicht, wie bei vielen anderen, dadurch motiviert, dass ich fremde Länder, Kulturen und Sehenswürdigkeiten kennenlernen will. Es reizt mich nicht, große Städte zu bereisen, weil es da unweigerlich sehr viele (zu viele!) Menschen auf einem Haufen gibt. Und Urlaub auf dem Land macht auch nur Spaß, wenn man dort liebe Leute kennt. Meinen Urlaub verbring ich daher immer zu Hause oder bei guten Freunden. Entscheidend sind also die Personen, die ich besuche und nicht die Orte.
Am Dienstag gehts nach Barcelona zu einem Meeting.
Am Freitag flieg ich direkt weiter nach Paris, einen Freund besuchen.
Ja, so reiseunlustig bin ich! ;)
Meine ganz persönlichen, äußerst subjektiven, manchmal nicht ganz ernst gemeinten Gedanken über das Leben (fast) am Rande des Kontinents, und überhaupt
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Samstag, 20. November 2010
Montag, 27. September 2010
Reisebericht Schweiz
Der Plan war folgender. Am vorletzen Mittwoch wollte ich abends nach Lissabon fahren und dort übernachten, weil mein Flug nach Genf am Donnerstag früh um 9 ging. In Genf wollte ich mich dann in den Zug nach Zürich setzen und dort ein verlängertes Wochenende verbringen, eine sehr liebe Freundin besuchen, in den Bergen wandern gehen und Schweizer Schokolade probieren. Am Sonntag sollte es nach Genf zurück gehen, wo ich dann bis letzten Donnerstag ein Meeting hatte und am Freitag Nachmittag war der Rückflug geplant.
Bis zum Flughafen Lissabon ging auch alles gut - also wenn man mal davon absieht, dass der Bus auf dem Weg zum Flughafen einen Unfall hatte, und alle das letzte Stück laufen mussten. Ich war trotzdem rechtzeitig da, gegen halb 8 oder so, und hatte schon Online-Check-in gemacht. Am Gate 14 hab ich dann die restliche Zeit gewartet, bis fünf vor neun plötzlich die Anzeige 'easyjet - Genf - 9:00' von der Anzeige am Gate gelöscht wurde. An den großen Anzeigen (die mit der Abflugliste) stand dann nicht mehr Gate 14 sondern 'New Gate' - aber keine Nummer dazu. Die Dame am Infostand, musste vier(!) verschiedene Leute anrufen, bevor sie herausgefunden hat, was da los ist. Mein Flug wurde gestrichen. 5 Minuten vor geplantem Abflug...
(Naja, eigentlich eine halbe Stunde vorher, das hab ich aber erst erfahren, als ich die Email gefunden hatte, die easyjet mir zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte.)
Am Umbuchungsschalter wurde mir gesagt, dass es keine Möglichkeit gäbe, am gleichen Tag noch in die Schweiz zu kommen, frühestens am Samstag. Mein Urlaub war also dahin. Ich hab auf Sonntag umbuchen lassen und mein Besuch in Zürich musste leider ausfallen. :( Inzwischen bin ich nach Évora zurück gefahren.
Sonntag hab ich den zweiten Versuch gestartet. Diesmal musste ich nicht in Lissabon übernachten, weil ich abends geflogen bin. Das hat besser geklappt. Ich bin bis Genf gekommen! Eine schöne Stadt! Dort gibt es grünes Gras, Wasser, saubere, asphaltierte Fußwege - und ist somit in diesen Kriterien das Gegenteil von Évora.
Am Hotel angekommen, stand ich allerdings erstmal vor verschlossenen Türen. Ich hatte mir ein relativ(!) günstiges Hotel rausgesucht und das auch die ganze Zeit zu spüren bekommen. Die Rezeption war nur bis 22 Uhr besetzt, nach etwas Hin-und-Her bin ich aber trotzdem rein gekommen. Das Zimmer war sehr abgewohnt, was ja an sich nicht so schlimm ist. Wichtiger ist mir immer, dass es sauber ist. Naja... das hat aber leider auch nicht so ganz geklappt. :/
Ich war also immer sehr froh, das Hotel verlassen zu können.
Das Meeting war im Hauptsitz der WMO (World Meteorological Organisation). Das Gebäude war etwa 35 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Ich hatte also jeden Morgen einen schönen Spaziergang am See entlang :) Das Meeting war auch äußerst interessant. Und abgesehen von den hohen Preisen, die aber ja zu erwarten gewesen sind, hat sich mein erster Eindruck von Genf bestätigt.
Was ich jedoch nie gedacht hätte, ist, dass man dort auch überfallen werden kann. Zwei anderen Teilnehmern des Meetings ist das passiert. Also, wo viel Geld ist, gibt es offenbar auch Diebe...
Am Freitag hatte ich vormittags etwas Zeit, mir die Stadt anzugucken. Nach einer ganzen Woche mit trockenem Wetter und Sonnenschein, hat es leider ausgerechnet dann mit regnen angefangen. Aber ich war ja mit meiner Regenjacke für solche Fälle gerüstet und hab mich nicht abhalten lassen - jedenfalls nicht sehr ;)
Der Rückflug gind, bis auf etwas Verspätung, problemlos. Und jetzt bin ich wieder hier.
Bis zum Flughafen Lissabon ging auch alles gut - also wenn man mal davon absieht, dass der Bus auf dem Weg zum Flughafen einen Unfall hatte, und alle das letzte Stück laufen mussten. Ich war trotzdem rechtzeitig da, gegen halb 8 oder so, und hatte schon Online-Check-in gemacht. Am Gate 14 hab ich dann die restliche Zeit gewartet, bis fünf vor neun plötzlich die Anzeige 'easyjet - Genf - 9:00' von der Anzeige am Gate gelöscht wurde. An den großen Anzeigen (die mit der Abflugliste) stand dann nicht mehr Gate 14 sondern 'New Gate' - aber keine Nummer dazu. Die Dame am Infostand, musste vier(!) verschiedene Leute anrufen, bevor sie herausgefunden hat, was da los ist. Mein Flug wurde gestrichen. 5 Minuten vor geplantem Abflug...
(Naja, eigentlich eine halbe Stunde vorher, das hab ich aber erst erfahren, als ich die Email gefunden hatte, die easyjet mir zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte.)
Am Umbuchungsschalter wurde mir gesagt, dass es keine Möglichkeit gäbe, am gleichen Tag noch in die Schweiz zu kommen, frühestens am Samstag. Mein Urlaub war also dahin. Ich hab auf Sonntag umbuchen lassen und mein Besuch in Zürich musste leider ausfallen. :( Inzwischen bin ich nach Évora zurück gefahren.
Sonntag hab ich den zweiten Versuch gestartet. Diesmal musste ich nicht in Lissabon übernachten, weil ich abends geflogen bin. Das hat besser geklappt. Ich bin bis Genf gekommen! Eine schöne Stadt! Dort gibt es grünes Gras, Wasser, saubere, asphaltierte Fußwege - und ist somit in diesen Kriterien das Gegenteil von Évora.
Am Hotel angekommen, stand ich allerdings erstmal vor verschlossenen Türen. Ich hatte mir ein relativ(!) günstiges Hotel rausgesucht und das auch die ganze Zeit zu spüren bekommen. Die Rezeption war nur bis 22 Uhr besetzt, nach etwas Hin-und-Her bin ich aber trotzdem rein gekommen. Das Zimmer war sehr abgewohnt, was ja an sich nicht so schlimm ist. Wichtiger ist mir immer, dass es sauber ist. Naja... das hat aber leider auch nicht so ganz geklappt. :/
Ich war also immer sehr froh, das Hotel verlassen zu können.
Das Meeting war im Hauptsitz der WMO (World Meteorological Organisation). Das Gebäude war etwa 35 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Ich hatte also jeden Morgen einen schönen Spaziergang am See entlang :) Das Meeting war auch äußerst interessant. Und abgesehen von den hohen Preisen, die aber ja zu erwarten gewesen sind, hat sich mein erster Eindruck von Genf bestätigt.
Was ich jedoch nie gedacht hätte, ist, dass man dort auch überfallen werden kann. Zwei anderen Teilnehmern des Meetings ist das passiert. Also, wo viel Geld ist, gibt es offenbar auch Diebe...
Am Freitag hatte ich vormittags etwas Zeit, mir die Stadt anzugucken. Nach einer ganzen Woche mit trockenem Wetter und Sonnenschein, hat es leider ausgerechnet dann mit regnen angefangen. Aber ich war ja mit meiner Regenjacke für solche Fälle gerüstet und hab mich nicht abhalten lassen - jedenfalls nicht sehr ;)
Der Rückflug gind, bis auf etwas Verspätung, problemlos. Und jetzt bin ich wieder hier.
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