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Montag, 16. Mai 2011

weg

Da komm ich aus dem Urlaub wieder und muss feststellen, dass sich einiges geändert hat. Zuhause haben mich ein paar Leute zur wirtschaftlichen Situation in Portugal gefragt und ob man davon im täglichen Leben etwas merkt. Bis dahin hatte ich noch nicht das Gefühl. Aber nun fehlen die Klopapierrollenhalter und Seifenspender in den Toiletten der Uni. Also die angeschraubten Dinger. Ich könnte es ja als Sparmaßnahme verstehen, wenn man sie einfach nicht mehr befüllt. Aber sie wurden komplett entfernt. Vielleicht ist der Rohstoffpreis gerade hoch (die waren aus hochwertiger Plastik). Klopapier verirrt sich seither nur noch selten auf die Toiletten, liegt dann auf dem Boden oder auf dem Spülkasten, ständig in der Gefahr, ins Klo zu fallen; und Seife fehlt ganz. Also nicht ganz ganz, aber fast. Letzte Woche wurde ein unangeschraubter, voller Flüssigseifenspender bereitgestellt. Aber nach einem halben Tag war der dann auch weg, samt Inhalt. Ihr könnt also sicher meine Verzweiflung verstehen, wenn am Wochenende dann nicht einmal Licht brennt im Innenbad!

Außerdem weg ist der Urlaubseffekt. Und das nach nur zwei Wochen; zwei sehr stressigen Wochen ohne Wochenende (daher meine Verzweiflung, s.o.) und mit mindestens zwei Überstunden täglich. Im Urlaub verschwinden meine Nackenschmerzen meistens. Da mein Urlaub diesmal aber sehr vollgepackt und nicht so entspannend war (aber trotzdem sehr schön!) sind sie 'nur' (immerhin) etwas besser geworden. Und nun sind sie wieder da. Schwimmen war ich erst letzten Freitag wieder und die ungewohnte Bewegung hat natürlich erstmal nix besser gemacht. Mal sehen, wie es diese Woche wird. Joggen geh ich nun auch wieder. Das musste ja leider wegen meinem Heuschnupfen (und dem Stress) auch erstmal ausfallen.

Und noch was ist weg: Der Beitrag für eine Konferenz in Madrid im Juni. Der Beitrag, der mir den ganzen Stress verschafft hat. Also eigentlich ist ja die Wüste dran Schuld. In dem Beitrag gehts nämlich um Saharastaub. Und weg heißt hier nicht, dass ich ihn verschusselt habe, sondern ich habe ihn abgeschickt! Fristgerecht! Gestern! Am Sonntag! Ich kann also ab heute wieder 'normal' arbeiten.

Und jetzt bin ich auch noch weg.

Samstag, 20. November 2010

Reisen

Manch einen mag es erstaunen, aber ich bin überhaupt kein reiselustiger Mensch! Ich fühle mich zu Hause am wohlsten und Verreisen ist mir eher lästig. So!
Zuerst Koffer packen: Man hat ständig das Gefühl man vergisst irgendetwas und wenn man wieder zurück kommt hat man (im Idealfall) nix vergessen, sondern eher viel zu viel mitgenommen.
Dann gehts los: anderthalb Stunden Bus fahren durch das Nichts des Alentejo (was ich ja eigentlich sehr schön finde, aber was für 1.5 h doch etwas abwechslungsarm ist), dann quer durch Lissabon, Anstellen am Schalter im Flughafen, Handgepäck durcheinander Bringen an der Sicherheitskontrolle, Warten am Gate (lange..., weil man ja großzügig plant), Kaufen von überteuertem Wasser, viele drängelnde Menschen beim Einsteigen ins Flugzeug, die wohl Angst haben, dass sie keinen Sitzplatz mehr bekommen, und dann...
ein Lichtblick!
Für mich das Größte beim Fliegen, ist der Start. Es scheint eine physikalische Unmöglichkeit! Dieser tonnenschwere Koloss aus Stahl, Plastik, Karbon (keine Ahnung...) und beladen mit so vielen Menschen fährt zur Startbahn, wartet auf das Ok vom Tower und gibt Gas! Er wird immer schneller, ruckelt und wackelt und rüttelt und wird noch schneller. Und dann hört das Ruckeln, das Wackeln und das Rütteln plötzlich auf und das Flugzeug wird ruhig (natürlich nicht im akustischen Sinne). Es fliegt! Wider aller Erwartungen meinerseits. Nach so vielen Flügen kann ich es trotzdem jedes Mal nicht wirklich glauben! Das Flugzeug gewinnt schnell an Höhe und an einem gewissen Punkt lässt der Schub nach und es fühlt sich an, als würde das Flugzeug nach unten fallen. Es kribbelt im Bauch bis man sich klar gemacht hat, dass es nur nicht mehr so stark steigt wie bisher. Und dann wirds uninteressant. Also abhängig von Wetter, Tageszeit und Sitzplatz. Am schönsten ist, einen Fensterplatz zu haben und eine klare Nacht. Dann kann man die Reflektion des Mondes auf Flüssen und Seen verfolgen. Silberne Bänder huschen schnell durch das so weit entfernte, schwarze Land. Wunderschön!
Nach der Landung bewundert man den Piloten und bedankt sich innerlich(!) für seinen tollen Job. Und man ist plötzlich wo ganz anders. Anderes Land, andere Sprache, andere Zeit. Manchmal fühle ich mich dann allein und hilflos, meistens schwanke ich aber nur zwischen müde und abenteuerlustig.

Nun gibt es für mich zwei verschiedene Arten von Reisen. Erstens die Dienstreisen, also Konferenzen, Meetings, Messkampagnen, Workshops und so weiter, und zweitens Urlaubsreisen. Die Dienstreisen sind für mich unvermeidbar, haben einen guten Grund und sind auch immer sehr interessant und schön. Aber ohne diesen guten Grund, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, St. Petersburg, Genf oder Madrid zu bereisen.
Die Urlaubsreisen sind nicht, wie bei vielen anderen, dadurch motiviert, dass ich fremde Länder, Kulturen und Sehenswürdigkeiten kennenlernen will. Es reizt mich nicht, große Städte zu bereisen, weil es da unweigerlich sehr viele (zu viele!) Menschen auf einem Haufen gibt. Und Urlaub auf dem Land macht auch nur Spaß, wenn man dort liebe Leute kennt. Meinen Urlaub verbring ich daher immer zu Hause oder bei guten Freunden. Entscheidend sind also die Personen, die ich besuche und nicht die Orte.

Am Dienstag gehts nach Barcelona zu einem Meeting.
Am Freitag flieg ich direkt weiter nach Paris, einen Freund besuchen.
Ja, so reiseunlustig bin ich! ;)

Montag, 27. September 2010

Reisebericht Schweiz

Der Plan war folgender. Am vorletzen Mittwoch wollte ich abends nach Lissabon fahren und dort übernachten, weil mein Flug nach Genf am Donnerstag früh um 9 ging. In Genf wollte ich mich dann in den Zug nach Zürich setzen und dort ein verlängertes Wochenende verbringen, eine sehr liebe Freundin besuchen, in den Bergen wandern gehen und Schweizer Schokolade probieren. Am Sonntag sollte es nach Genf zurück gehen, wo ich dann bis letzten Donnerstag ein Meeting hatte und am Freitag Nachmittag war der Rückflug geplant.
Bis zum Flughafen Lissabon ging auch alles gut - also wenn man mal davon absieht, dass der Bus auf dem Weg zum Flughafen einen Unfall hatte, und alle das letzte Stück laufen mussten. Ich war trotzdem rechtzeitig da, gegen halb 8 oder so, und hatte schon Online-Check-in gemacht. Am Gate 14 hab ich dann die restliche Zeit gewartet, bis fünf vor neun plötzlich die Anzeige 'easyjet - Genf - 9:00' von der Anzeige am Gate gelöscht wurde. An den großen Anzeigen (die mit der Abflugliste) stand dann nicht mehr Gate 14 sondern 'New Gate' - aber keine Nummer dazu. Die Dame am Infostand, musste vier(!) verschiedene Leute anrufen, bevor sie herausgefunden hat, was da los ist. Mein Flug wurde gestrichen. 5 Minuten vor geplantem Abflug...
(Naja, eigentlich eine halbe Stunde vorher, das hab ich aber erst erfahren, als ich die Email gefunden hatte, die easyjet mir zu diesem Zeitpunkt geschrieben hatte.)
Am Umbuchungsschalter wurde mir gesagt, dass es keine Möglichkeit gäbe, am gleichen Tag noch in die Schweiz zu kommen, frühestens am Samstag. Mein Urlaub war also dahin. Ich hab auf Sonntag umbuchen lassen und mein Besuch in Zürich musste leider ausfallen. :( Inzwischen bin ich nach Évora zurück gefahren.

Sonntag hab ich den zweiten Versuch gestartet. Diesmal musste ich nicht in Lissabon übernachten, weil ich abends geflogen bin. Das hat besser geklappt. Ich bin bis Genf gekommen! Eine schöne Stadt! Dort gibt es grünes Gras, Wasser, saubere, asphaltierte Fußwege - und ist somit in diesen Kriterien das Gegenteil von Évora.
Am Hotel angekommen, stand ich allerdings erstmal vor verschlossenen Türen. Ich hatte mir ein relativ(!) günstiges Hotel rausgesucht und das auch die ganze Zeit zu spüren bekommen. Die Rezeption war nur bis 22 Uhr besetzt, nach etwas Hin-und-Her bin ich aber trotzdem rein gekommen. Das Zimmer war sehr abgewohnt, was ja an sich nicht so schlimm ist. Wichtiger ist mir immer, dass es sauber ist. Naja... das hat aber leider auch nicht so ganz geklappt. :/
Ich war also immer sehr froh, das Hotel verlassen zu können.

Das Meeting war im Hauptsitz der WMO (World Meteorological Organisation). Das Gebäude war etwa 35 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Ich hatte also jeden Morgen einen schönen Spaziergang am See entlang :) Das Meeting war auch äußerst interessant. Und abgesehen von den hohen Preisen, die aber ja zu erwarten gewesen sind, hat sich mein erster Eindruck von Genf bestätigt.
Was ich jedoch nie gedacht hätte, ist, dass man dort auch überfallen werden kann. Zwei anderen Teilnehmern des Meetings ist das passiert. Also, wo viel Geld ist, gibt es offenbar auch Diebe...

Am Freitag hatte ich vormittags etwas Zeit, mir die Stadt anzugucken. Nach einer ganzen Woche mit trockenem Wetter und Sonnenschein, hat es leider ausgerechnet dann mit regnen angefangen. Aber ich war ja mit meiner Regenjacke für solche Fälle gerüstet und hab mich nicht abhalten lassen - jedenfalls nicht sehr ;)
Der Rückflug gind, bis auf etwas Verspätung, problemlos. Und jetzt bin ich wieder hier.

Sonntag, 12. September 2010

Werbung

Vorm Haus steht eine Werbetafel, an der ich auf dem Weg zur Arbeit immer vorbei gehe. Gestern war eine neue Werbung angebracht - ein Mensch am Strand mit einer dunstverhangenen Sonne im Hintergrund. Darauf stand
"Neste verão
Sol com moderação"
Das heißt soviel wie dass man die Sonne diesen Sommer in Maßen genießen sollte. Ich glaube es ist eine Aktion des Gesundheitsministeriums oder einer ähnlichen Organisation. Es heißt wortwörtlich "Diesen Sommer"! Und das hängen sie Mitte September auf, wenn das Schlimmste vorbei ist (juhu dazu, übrigens ;) ). Meine Theorie ist, dass die (EU-)Fördergelder für diese Aktion erst bewilligt wurden, als alle Menschen, die ihre Unterschriften unter irgendwelche Formulare setzen mussten, aus dem Urlaub zurück waren. Ja, so läuft das hier...
Na dann werd ich die letzten paar Sommertage mal noch vorsichtig machen ;)

Samstag, 7. August 2010

Zurück in Évora

Am Dienstag bin ich gaaaanz früh (4:30 Uhr) aufgestanden nur um wieder nach Portugal zurück zu kommen. Hat sich das gelohnt?


Betreffs...

... Arbeit - Ja
Der Urlaub ist vorbei und es geht wieder rund. Ich hab schon viel geschafft aber - natürlich - auch noch viel vor. Ich bin sehr motiviert, da ich auf Arbeit auch weitgehend meine Ruhe hab. In meinem Büro sind zwar noch fast alle da, aber meine Arbeitsgruppe ist geschlossen im Urlaub (außer mir).

... Freizeit - Jein
Ich hatte bissl Zeit, ein paar Angelegenheiten zu regeln, den Koffer auszupacken und die Wohnung wieder bewohnbar zu machen. Und ein bissl Zeit nur für mich ist ja auch mal schön. Allerdings fehlen mir natürlich meine Familie, meine Freunde und die Pferde. Aber gestern Abend hab ich mich mal mit Kollegen getroffen. Es ist gerade Jazz na Cidade (Jazz in der Stadt, ein Jazzfestival). War ganz nett.

... Wohnung - Nein
Meine beiden Mitbewohnerinnen sind in meiner Abwesenheit ausgezogen und haben mir ein mittelschweres Chaos hinterlassen. Mittlerweile ist aber wenigstens wieder alles sauber. Und die nächste Zeit muss ich erstmal nur mit meinem eigenen Dreck leben. Juhuuu!
Naja fast jedenfalls... Heute Nacht schläft ein Paar mit Kind hier. Ich frag mich, ob das hier jetzt zum Hotel mutiert... allerdings ein nicht sehr komfortables. Meine ehemaligen Mitbewohnerinnen haben nämlich das Gas alle gemacht und ich sehs auch nicht ein, alleine eine neue Flasche zu kaufen, da ichs auch nicht unbedingt brauch. Es gibt also nur "kaltes" Wasser. ;)
Die Wohnungssuche hat auch noch nicht viel neues ergeben. Die Besitzerin einer weiteren Option ist derzeit noch im Urlaub, ich kann die Wohnung also erst übernächste Woche mal angucken.

... Wetter - Nein
Ich bin aber auch empfindlich! (es soll Leute geben, die solches Wetter mögen) Sogar oben besagtes kaltes Wasser ist um die Mittagszeit gefühlte 35° C warm (auch nach 30 min ablaufen lassen!). Erfrischungsduschen ist also nicht möglich. Da hilft nur: nicht bewegen um nicht zu schwitzen oder auf Arbeit gehen, weil es da ne Klimaanlage gibt.

... Mir selbst - Joar
  1. Nach nur drei Tagen Arbeit ist mein Nacken schon wieder schlimm verspannt. Und dass, obwohl ich morgens, mittags und abends (und zwischendurch) Rücken- und Nackenübungen mache.
  2. Schwimmen gehen trau ich mich noch nicht, weil mein Finger ja noch nicht ganz verheilt ist. Aber der macht sich ganz gut. Scheint nicht entzündet zu sein.
  3. Meine Haare sind wegen der sehr geringen Luftfeuchtigkeit wieder glatt und ich sehe nicht mehr wie ein explodierter Besen aus. Allerdings fallen sie bissl aus... Vielleicht hab ich noch zuviel Wolle für die Wärme ;)
Fazit
Ein bisschen mehr Urlaub, Deutschland, Familie, Freunde, Pferde hätte sicher nicht geschadet. Aber je seltener und kürzer die Momente, umso kostbarer sind sie :)
Danke euch allen!

Samstag, 3. Juli 2010

Urlaub

So, heute nur ganz kurz:
Die meisten wissen ja schon Bescheid. Ich komme am 10.07. spätabends in Leipzig an und fahre am 11. gleich weiter in die Heimat (juhuu). Vom 19. bis 23. bin ich dann wieder in Leipzig und evtl am Wochenende vorher und/oder nachher. Dann gehts wieder nach Hause und am 3. August flieg ich wieder nach Portugal.
Also alle melden bitte! Ich will euch alle mal sehen!!!

Jetzt gehts erstmal noch nach Russland zur International Laser Radar Conference

Samstag, 12. Juni 2010

Ist lange her, was?

Ja, ich lebe noch. Und gar nicht mal schlecht ;) Ich arbeite ziemlich viel und versuche zusätzlich meine Freunde unterzubringen, da die Zeit des Abschieds immer näher rückt. Heute Nachmittag verlassen zwei von ihnen Portugal. Darum gab es gestern eine Abschiedsparty auf der 9 Nationalitäten vertreten waren. (bei 16 Leuten!) Das war ein Spaß! Amtssprache war portañol, da die meisten aus Südamerika kommen. Ich hab nicht viel gesagt, aber verstanden, worum es ging - jedenfalls immer, wenn ich zugehört hab... Das kann ganz schön anstrengend werden mit der Zeit.

Was ist sonst so los?
Ich bin grad noch bissl erkältet, allerdings ist es schon viel besser. Hier ists nämlich grad deutlich kälter als in Deutschland die letzten Tage und es regnet wieder jeden Tag. Das hätte ich nicht erwartet, aber ich glaub auch nicht, dass es lange anhält. Außerdem ist das auch ganz angenehm. Da ich ja weiß, dass die große Hitze irgendwann kommen wird. Spätestens wenn ich im August wieder aus Deutschland zurück komme. Ich hab übrigens meine Flüge gebucht und freu mich schon riiiiieeeesig, nach Hause zu kommen.

Aber zurück zur großen Hitze: Ich hab vorgesorgt und mich endlich um einen Wasserfilter gekümmert. Jetzt brauch ich zum Glück kein Wasser mehr schleppen. Das einzige Filtersystem, das ich finden konnte, welches auch Aluminium rausfiltert, musste ich aus den USA einfliegen lassen. Der Versand hat am Ende mehr gekostet als das Filtersystem plus zwei Ersatzfilter. Aber es lohnt sich trotzdem - also vorausgesetzt, der Filter tut auch, was der Hersteller verspricht. Ich muss nichts mehr schleppen, spare Geld und produziere weniger Müll! :)

Noch was: Ich versuche, eine neue Wohnung zu finden. Mércia zieht ja Mitte Juli aus und Inês auch demnächst irgendwann. Und ich hab eigentlich keine große Lust, mich jedes Semester an neue Leute zu gewöhnen. Naja, die Wohnungssuche gestaltet sich zur Zeit noch recht schwierig. Ich hoffe aber, dass ich bessere Chancen habe, wenn das Semester rum ist. Im August sind Ferien und da wird sicher einiges frei.

Und noch was: Diese Woche hab ich ein Päckchen bekommen! Mit fünf Büchern drinne! Und Schoki! Und Kekse! :) Danke an den Absender! Ich freu mich schon auf viiiiieeeeele gemütliche Lesestunden :)

So, das wars erstmal... glaub ich...

Dienstag, 16. März 2010

Lissabon - Lisboa - Lisbon

Mein Besuch ist da :)
Trallala
Am Wochenende haben wir uns zusammen Lissabon angeguckt. Eine superschöne Stadt! Hat mir sehr gut gefallen. Und traumhaftes Wetter hatten wir auch :) Hier ein paar Beweisfotos:

Lissabon im Dunst (von Daniela)

Das Pantheon in der Sonne (auch von Daniela)

Eine Kirche vom Schloss aus fotografiert

Das Pantheon und ein Kloster (St. Vincent, glaub ich) auch vom Schloss aus

Einen ausführlicheren Bericht kann ich jetzt leider nicht abliefern. Dazu bin ich zu müde. Aber Lissabon ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch einen längeren als nur 1,5 Tage

Mittwoch, 10. März 2010

Mix

Hmm... mal wieder ein paar Neuigkeiten gefällig?
Also:
1. Mércia ist wieder da :)
2. Heute ist lange Messnacht. Ich bin also noch ein Weilchen wach und kann bloggen :)
3. Ich bekomme Besuch am Samstag :)
4. Die alte Dame aus dem Haus gegenüber grüßt mich schon ein ganze Weile (und ich sie natürlich). Letzte Woche hab ich sie mal nicht vor der Haustür getroffen, sondern eine Straße weiter weg. Da hat sie gelacht und mir zugewunken. Das fand ich toll :) (Die Portugiesen starren mich normalerweise nur an.)
5. Am Wochenende hab ich mal wieder ein Brot gebacken. Diesmal für eine Einzugsfeier - wie passend. Hat auch allen geschmeckt :)
6. Heute hat es noch nicht geregnet und für mindestens eine Woche soll das auch so bleiben :)
7. Ich les mein portugiesisches Harry Potter Buch schon zum zweiten Mal! Das ist sehr praktisch, weil man ganz nebenbei so lebenswichtige Vokabeln wie Zauberstab (a varinha) und Besen (a vassoura) lernt :)
8. Nächstes Wochenende fahre ich nach Lissabon! Und übernächstes nach Porto :)
9. Morgen schlaf ich aus :)
10. Auf meiner Radtour am Wochenende ist mir mal wieder aufgefallen, dass der Alentejo im Frühling sehr schön ist. Alles grünt, blüht und duftet fröhlich vor sich hin :)

Falls ich jetzt irgendwas komisches geschrieben habe (also komischer als sonst), verzeiht! Es ist schon spät.

Sonntag, 21. Februar 2010

Sintra

Am Dienstag war Karneval. Das ist in Portugal ein Feiertag. Ich hatte also frei und bin mit Miguel nach Sintra gefahren. Das ist eine Stadt nahe Lissabon. Von Évora aus ist man etwa 3 Stunden unterwegs. Und das lohnt sich absolut! Wir haben die Quita da Regaleira besucht. Es war wundervoll. Ok, es hat fast die ganze Zeit geregnet, aber die neblig feuchte Luft hat dem Ganzen einen mystischen Anstrich gegeben. Unter anderem kann man da durch diverse Höhlen gehen und kommt am Ende in einem Brunnen raus. Miguel hat ein paar Fotos gemacht :) Einmal ich, unten im Brunnen und einmal der Brunnen von unten nach oben geguckt. Also wie man sieht ist es kein richtiger Brunnen, da man ja unten ein und aus gehen kann. Außerdem führt eine Treppe nach oben. Aber trotzdem fand ich das sehr eindrucksvoll! Ach so: Das erste Foto ist ein Suchbild. Der gleiche Gnom, ein anderes Land - und sogar ein anderer Blog! :D

In Sintra kann man sich noch mehr angucken. Zum Beispiel eine Burgruine und einen Palast. Ich werde da sicher noch mal hinfahren. Wer kommt mit? ;)

Freitag, 30. Oktober 2009

Swansea, Wales

Das erste, was auffällt, wenn man auf einem englischen Flughafen landet ist, dass alle Schilder nur noch einsprachig beschriftet sind und zwar - richtig - in Englisch. Im Zug hatte ich dann genügend Zeit (6 h mit Warte- und Umsteigezeiten) darüber nachzudenken, dass ja die englisch sprechenden Völker in kaum einem Land in den Genuss kommen, von keinem verstanden zu werden, wenn sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten. Obwohl das ja schon manchmal sehr praktisch sein kann. Andersrum gilt das aber auch. Also dass man in England (fast) alles versteht, was die Leute um einen rum so von sich geben. Auch wenn mans manchmal einfach nicht wissen will. Mit meiner Schwester hab ich aber festgestellt, dass man die Nichtmuttersprache gut ausblenden kann, auch wenn man sie sonst sehr gut versteht - in Deutschland geht das leider nicht - jedenfalls nicht ohne MP3-Player.
Auf der ganzen langen Zugfahrt ist nicht so viel passiert. Ich hab die grüne(!) hügelige Landschaft genossen, hab Shirehorses (die größten Pferde der Welt und mein nicht-so-heimlicher Traum) gesehen und sogar Fasane (nicht so außergewöhnlich dort, aber für mich schon!).
Nach ein paar Stunden Fahrt waren die Schilder dann aber wieder zweisprachig und zwar an jedem popligen Bahnhof - genauer gesagt an jedem ordinären Straßen- und Sonstwas-Schild. Ich bin in Wales gelandet. Manche der Bahnhofsansagen sind sogar auf walisisch. Sehr hübsch anzuhören....

In Swansea hat mich meine Schwester am Bahnhof abgeholt und wir sind zu ihrem Guesthouse gegangen. Abends haben wir noch kurz ein Stückl Strand angeguckt (genaueres und Fotos in ihrem Blog). Der nächste Tag war ja Sonntag und wir waren gemeinsam wandern. Das war sehr lustig; feuchtfröhlich sozusagen oder eher klitschnassfröhlich :) Laut Wetterbericht von vor zwei Tagen sollte es sonnig und trocken sein. Auf den Nachmittag traf das auch zu. Dumm nur, dass wir mit dem ersten Bus gefahren sind, den wir kriegen konnten. Manchmal hat es wohl doch Vorteile, Langschläfer zu sein. Allerdings wollten wir ja eine richtige mehrstündige Wandertour machen und nicht nur einen schnöden Spaziergang. Rausgekommen ist dann am Ende eine kostenlose Dusche mit Lufttrocknung und dreimal Nachspülen in der wunderschönen Landschaft der Gower-Halbinsel. Sowas hat mir irgendwie gefehlt... also ich meine Wetter, richtiges Wetter, Wetter das sich auch mal ändert - also öfter als 2mal im Jahr. Hat gefetzt :)
Aber da wir ja jetzt auch so langsam erwachsen werden, haben wir uns gegen die Blasenentzündung und für einen früheren Rückbus entschieden. Nachmittags sind wir aber nochmal raus, da wars ja dann schön :) Wir haben noch ein paar andere Ecken von Swansea ausgekundschaftet.

Geschlafen haben wir in Karins Schrankklappbett mit nur einer großen Decke. Es hat ganz gut geklappt, obwohl wir beide nicht so gut geschlafen haben, wie mit zwei Decken, denk ich mal. Aber wir sind zum Glück nicht zusammengefaltet im Schrank aufgewacht (puuh!). ;) Die nächsten Tage ist Karin tagsüber arbeiten gegangen und ich hab Ausflüge gemacht.

Am Montag war ich im Caerphilly Castle und in Cardiff. Die Festung war sehr cool. Auf dem Foto ist das Schloss von Cardiff zu sehen. Das hab ich aber nicht von innen gesehen, weil ich erstmal nicht viel Zeit hatte in Cardiff und außerdem der Meinung bin, ein Schloss pro Tag muss reichen.

Dienstag wollte ich wieder Wandern. Dafür fahren von Swansea aus Busse auf die Gower-Halbinsel. Mein Bus kam allerdings nicht und auf den nächsten hätte ich 1 h warten müssen. Da hab ich mich entschlossen einfach so mal loszulaufen. Ich bin immer die Küste entlang bis nach Mumbels, ein kleines ehemaliges Fischerdorf, jetzt ein Teil von Swansea. Dort wars ziemlich touristisch aber auch sehr schön und schließlich war ich ja auch nur genau das... ein Tourist. Der Leuchtturm auf dem Bild rechts steht auch in Mumbels.
Danach gings weiter an der Küste entlang und dann später auf einer anderen, inlandigen Strecke zurück vorbei am Oystermouth Castle (siehe links), was aber wegen Einsturzgefahr geschlossen war.

Am Mittwoch, meinem letzten Tag in Wales :(, war ich nochmal wandern. Diesmal fuhr der Bus fast planmäßig. Ich wollte zu Arthurs Stone (das ganz unterste Bild, man sieht wirklich, wo mal das Schwert gesteckt hat - bzw gesteckt haben soll...) und nach Rhossili, dem westlichen Ende der Gower-Halbinsel. Auf dem Weg zu Arthurs Stone hab ich mich ein bissl in der Richtung geirrt :) Aber auch nur, weil ich keine Lust hatte, die Karte auszupacken. Irgendwann hab ich ihn doch gefunden. Da es in der vorherigen Nacht geregnet hatte und ich keine richtigen Wanderschuhe hab, waren meine Füße zu dem Zeitpunkt schon längst nass. Die wilden Ponys, die ich unterwegs getroffen hab, entschädigen aber allemal dafür!
Nach einem weiteren Wanderabschnitt durch Sumpf, Schlamm und nasse Wiesen hab ich die nächste Bushaltestelle aufgesucht und wollte weiterfahren nach Rhossili. Eigentlich wollt ich den Abschnitt auch noch laufen, aber so langsam hatte ich Angst, dass meine Füße auseinanderfallen, sobald ich Schuhe und Socken ausziehe (ehrlich!).
Ich hätte eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen. Nach 5 Minuten kam aber eine alte Lady angefahren und fragte mich, ob ich nach Rhosili will. Ich bin mit ihr mitgefahren und sie hat mir gleich noch paar 'Insidertipps' gegeben.
Rhossili ist wirklich wunderschön. Dort gibts den sogenannten Worms Head. Wobei 'worm' nicht von Wurm sondern eher von Lindwurm, also Drachen kommt. Der Drachen ist ja das Wappentier von Wales. Und es sieht wirklich bissl so aus wie der Kopf eines Drachen.
Von Rhossili aus bin ich dann direkt nach Swansea zurück gefahren. Es war dann auch schon wieder relativ spät.

Donnerstag, also gestern, gings dann leider schon wieder zurück *schniff*. Halb 10 bin ich vormittags in Swansea aufgebrochen und halb 11 war ich nachts wieder in Évora. Und ich musste nichtmal meine Uhr umstellen :)

Es war supertoll und ich danke dir von ganzem Herzen mein Schwesterherz!!!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Konferenz und so

Am Sonntag gehts los und ich freu mich schon ganz schön sehr! Erstmal fahr ich zur ISTP (International Symposium for Tropospheric Profiling) nach Delft, Niederlande. Das wird toll. Ich bin auch gar nicht sehr aufgeregt, weil ich diesmal keinen Vortrag machen darf sondern 'nur' ein Poster präsentiere. Kann ich also auch mal wie ein total gescheiter Mensch durch den Flughafen stolzieren mit meiner Posterrolle. Ha! Obwohl es ja eigentlich viel gescheiter ist, das ganze Zeugs im Kopf mit sich rumzutragen. Aber da siehts halt niemand... Ich hab ja nur die Befürchtung, dass ich die Rolle irgendwo liegen lasse, oder dass die Sicherheitsleute das Ding verdächtig finden (ist schon vorgekommen!).
Eine Woche bleib ich in Delft und werde den mitteleuropäischen Spätherbst genießen, Vorträge anhören, Kaffeepausen machen (aber nur wegen den Keksen) und natürlich dekorativ neben meinem Poster stehen!

Das beste kommt aber danach! Nein, nicht der Rückflug, sondern ein Weiterflug, der auch nur 5 Minuten dauert. Von Amsterdam nach London; Abflug um 9:35 Uhr, Ankunft um 9:40. :) Dann fahr ich mit dem Zug weiter nach Swansea, Wales. Dort arbeitet und wohnt grad die allerbeste Lieblingsschwester die es gibt auf der ganzen Welt. Und zwar nur für 2 Monate. Die Gelegenheit muss man doch nutzen. Ach wie ich mich freue!
Dort kann ich mich endlich mal ausruhen, und Wales kennenlernen. Ich hatte immerhin keinen Urlaub seit den 3 Tagen Ende Juni in Deutschland. Und diesmal ist es streng genommen gar kein Urlaub, sondern Überstundenabfeiern. Um so besser - bleibt mehr übrig für meinen Weihnachtsurlaub :) Und bis dahin ist es ja dann auch nicht mehr lang. Schließlich haben wir schon Mitte Oktober und Lebkuchen gibts mittlerweile auch schon in Portugal - allerdings noch keinen Schnee... Wir haben hier Tagesmaxima von 25-30 °C ... ääähm ... plus ;) Ich will mich aber nicht beschweren, hier gibts schließlich keine Heizung, das sollte man im Hinterkopf behalten.

Ach ja, jetzt muss ich doch nochmal mit dem Hund anfangen. Gestern war ich mit ihm draußen und hab versucht ihm den Befehl 'Sitz' beizubringen (sente auf portugiesisch, ist schließlich ein portugiesischer Hund). Er hatte es so halbwegs kapiert aber unterwegs war er ziemlich unruhig. Drum hab ichs erstmal auf sich beruhen lassen. Und wenn wir dann wieder daheim ankommen, ist meist auch nicht viel mit ihm anzufangen. Da springt er nur rum, rennt von mir zu Leonor, zum Tor, zu mir, zum Tor, zu Leonor, und so weiter. Und vor allem springt er an mir und Leonor hoch. Das ist auch so ne Unart. Na jedenfalls achte ich schon drauf, dass er das bei mir ni mehr macht. Als ich ihn dann gestern zurechtgewiesen hab (não!), hat er sich erstmal auf den Boden geschmissen. Hab gelesen, dass das ein Zeichen dafür ist, dass er mich als Chefin (Alphawolf) akzeptiert. Und Leonor stand daneben... aber ich glaub nicht, dass sie weiß, was ich weiß... Das hat mich schon ganz schön sehr stolz gemacht. Und danach hat er sich immer wenn er an mir hochspringen wollte, lieber hingesetzt, weil er sich gemerkt hatte, dass ich ihn vorher dafür sehr gelobt hatte.
Ist schon drollig der Fred!