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Montag, 2. April 2012

Energie

Earth hour bedeutet: Am letzten Samstag im März um 20:30 Uhr (Ortszeit) das Licht auszuschalten und für eine Stunde aus zu lassen. Es geht dabei nicht so sehr darum Strom zu sparen, sondern sich selbst bewusst zu werden wie sehr man davon abhängig ist. Letztes Jahr hab ich diese Idee ausgeweitet auf Computer und Telefon und zwar nicht nur für eine Stunde sondern den ganzen Abend und die darauf folgende Nacht (was nicht so ein großes Problem war ;)). Da ich keinen Fernseher und keinen Internetanschluss zu Hause habe und mich sowieso kaum jemand anruft, ist es mir recht leicht gefallen. Deshalb hab ich die Regeln dieses Jahr verschärft:
Keine Elektrizität - aus dem Netz oder aus Baterien, kein Gas oder sonstige Treibstoffe (außer meinem - kalten - Essen, Streichhölzern und Kerzen) und das für 36 Stunden. Also am Samstag Abend hab ich den Kühlschrank abgestellt und bis Montag Morgen galt es kalt zu duschen, keine Zeitangaben zu haben außer Kirchenglockengebimmel und keinen Tee. Das sind die Dinge, die mich am meisten eingeschränkt haben. Und diesen Blogbeitrag hab ich natürlich auf Papier geschrieben! Mit einem Stift!

Und ich stelle fest: Es geht! Glücklicherweise ist es noch nicht so heiß, dass Lebensmittel ungekühlt verderben aber auch nicht so kalt, dass ich warm duschen müsste oder heißen Tee bräuchte. Was mir aber bewusst wurde ist, dass ich indirekt immernoch Unmengen von Energie "verbrauche". Alles was mich umgibt wurde natürlich unter Energieaufwand hergestellt und das Meiste wohl leider auch auf Kosten (materiell) ärmerer Menschen und der Natur. Oft wissen wir es gar nicht und ich dachte bisher auch nicht so genau darüber nach. Jetzt werde ich natürlich nicht alle meine Sachen wegwerfen und in eine Höhle ziehen, aber ich werde wohl noch mehr darauf achten, sorgsam mit den Dingen umzugehen. Denn sie haben nicht nur den Wert, der sich in Geld berechnen lässt - und der allzu oft verzerrt ist.

Dienstag, 16. August 2011

Bäcker sein

Mein Vati hat mal gesagt, dass ich selbst dann einen Kuchen backen kann, wenn gar keine Zutaten im Haus sind. Ein noch besseres Gefühl als beim Kuchen backen (kaum vorstellbar) hat man aber, wenn man sein eigenes Brot bäckt. Das erfüllt mich immer mit tiefster Zufriedenheit. Man hat ein Brot und weiß was drin ist. Man hat Zeit - und natürlich viel Liebe - investiert und das schmeckt man! Das hat mir in meiner neuen Wohnung mit Miniküche ohne Backröhre immer gefehlt. Jetzt hab ich aber in einem (sehr guten) italienisch vegetarischen Kochbuch ein Rezept für ein Brot gefunden, das hauptsächlich in der Pfanne gebacken wird. Das Kochbuch sagt, dass das Brot danach noch 5 Minuten in den Ofen soll. Hallo? 5 Minuten? Was soll das bringen? Ich habs einfach ignoriert. Es hat geklappt! Und mein erstes Pfannenbrot war superlecker!

Das heißt also: Bäcker ist man, wenn man ohne Zutaten und ohne Backröhre immer noch backen kann :)

Dienstag, 16. November 2010

Menschen

Es gibt so viele verschiedene Typen von Menschen. Zum Beispiel der Positive. Er ist überschäumende Lebensfreude, lacht oft und laut, freut sich über alles und teilt diese Freude auch. Für ihn ist das Leben anscheinend ein einziger großer Spaß.

Dann gibt es solche, denen passiert ein Unglück nach dem anderen. Kaum denken sie drüber nach, sich wieder aufzurappeln, kommt der nächste Schlag. Für solche Menschen scheint die Sonne nur selten. Und wenn dann zu heiß, zu grell und zu kurz sowieso.

Es gibt außerdem Menschen, die alles ganz nüchtern betrachten. Sogar, wenn sie betrunken sind. Sie sind rationell und haben für alle Probleme eine Lösung. Die ganze Welt besteht für sie nur aus Ursache und Wirkung. Diese Menschen scheinen mit sich zufrieden, da sie offenbar gar nicht über Glück oder Unglück nachdenken.

Und dann gibt es die Träumer. Sie haben mehr als genug Fantasie, glauben an Magie, Schicksal und alles was dazugehört. Das wirkliche Leben brauchen sie eigentlich gar nicht, weil sie den Tag in ihrer eigenen kleinen Welt ganz gut rumbringen können.

Zum Glück existieren diese Typen nicht in Reinform! Und natürlich gibt es noch andere, die mich gerade nicht beschäftigen und deshalb nicht auftauchen.
Mich würde allerdings noch interessieren, ob andere einen genauso 'kategorisieren' würden, wie man selbst. Wer sich traut, kann es mit mir ja mal probieren ;)
(Haupttyp und/oder prozentualen Angaben für jeden Typen als Kommentar oder per Mail)