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Montag, 19. März 2012

Fisch

Heute stand ich im Supermarkt und wollte mal wieder eine Dose Thunfisch kaufen. Die letzte hatte ich kürzlich leer gemacht nachdem sie etwa ein Jahr bei mir im Schrank stand für den Fall, dass ich mal keine Zeit zum Einkaufen hätte. Dieser Fall war eingetreten und ich sah mich in meinem Vorgehen bestätigt. Daher wollte ich den Vorrat wieder auffüllen.
Als ich also vor dem Regal stand und nach der Dose griff, sah ich das Delphin-Symbol und dachte: "gut". Aber irgendetwas stimmt doch damit nicht! Um mal naiv zu bleiben: Es wurden also keine Delphine getötet beim Fang der Thunfische. Na und? Aber Thunfische! Das mag jetzt witzig klingen. Ist es aber nicht. Was macht einen Delphin wertvoller als einen Thunfisch? Dass sie so aussehen, als würden sie lächeln? Dass sie durch Reifen springen können? Oder, dass sie aussortiert werden müssen, weil sie nicht schmecken?
Menschen wollen also ihr Gewissen nicht mit dem Tod eines Delphins belasten, essen aber fast täglich Fleisch oder Fisch? Wie paradox! Was gibt uns das Recht, diese Auswahl zu treffen? Unsere fragwürdige Überlegenheit? Ich habe das Gefühl, dass die Verantwortung die wir dadurch tragen ein paar Nummern zu groß für uns ist.
Ich bin ja selbst kein Vegetarier. Fleisch esse ich zwar schon lange nur noch, wenn ich irgendwo eingeladen bin, Fisch gab es aber doch ab und zu. Das werde ich jetzt nochmal überdenken. Die Dose Thunfisch hab ich nicht mitgenommen.

Freitag, 9. Juli 2010

Lebenszeichen

Ich bin gut in Russland gelandet. Und morgen ist der ganze Spaß schon wieder vorbei. Es ist eine sehr interessante Konferenz und es ist natürlich toll, die alten Kollegen wieder zu treffen, aber auch, neue kennen zu lernen.

Hier ist es fast so heiß wie in Évora. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht das Ganze aber etwas schwerer erträglich. Und es gibt nur wenige Stunden richtige Nacht. Die berühmten 'weißen Nächte' sind grad erst vorbei. Und wie das auf so einer Konferenz so ist, will man sich natürlich auch die Stadt angucken und ein paar schöne Abende verbringen. Das trägt alles dazu bei, dass wir bisher keine Nacht mehr als 5 Stunden geschlafen haben. Und heute wird das auch nix. Um 1 morgen früh machen wir eine Bootstour. St. Petersburg hat sehr viele Kanäle (40 laut meinem Taxifahrer, der kein Englisch konnte, aber mit Gesten alles ganz gut erklären konnte - während der Fahrt...). Und es gibt natürlich auch viele Brücken (2000 laut ebendiesem Taxifahrer). Einige von denen (22 - ratet mal, von wem ich diese Information habe...) werden über Nacht geöffnet, dass die Schiffe von der Ostsee in die Stadt fahren können. Das wollen wir uns heute Nacht vom Wasser aus angucken, obwohl wir einige der Brücken auch von unserem Hotelzimmer sehen können.

Samstag, 12. Juni 2010

Ist lange her, was?

Ja, ich lebe noch. Und gar nicht mal schlecht ;) Ich arbeite ziemlich viel und versuche zusätzlich meine Freunde unterzubringen, da die Zeit des Abschieds immer näher rückt. Heute Nachmittag verlassen zwei von ihnen Portugal. Darum gab es gestern eine Abschiedsparty auf der 9 Nationalitäten vertreten waren. (bei 16 Leuten!) Das war ein Spaß! Amtssprache war portañol, da die meisten aus Südamerika kommen. Ich hab nicht viel gesagt, aber verstanden, worum es ging - jedenfalls immer, wenn ich zugehört hab... Das kann ganz schön anstrengend werden mit der Zeit.

Was ist sonst so los?
Ich bin grad noch bissl erkältet, allerdings ist es schon viel besser. Hier ists nämlich grad deutlich kälter als in Deutschland die letzten Tage und es regnet wieder jeden Tag. Das hätte ich nicht erwartet, aber ich glaub auch nicht, dass es lange anhält. Außerdem ist das auch ganz angenehm. Da ich ja weiß, dass die große Hitze irgendwann kommen wird. Spätestens wenn ich im August wieder aus Deutschland zurück komme. Ich hab übrigens meine Flüge gebucht und freu mich schon riiiiieeeesig, nach Hause zu kommen.

Aber zurück zur großen Hitze: Ich hab vorgesorgt und mich endlich um einen Wasserfilter gekümmert. Jetzt brauch ich zum Glück kein Wasser mehr schleppen. Das einzige Filtersystem, das ich finden konnte, welches auch Aluminium rausfiltert, musste ich aus den USA einfliegen lassen. Der Versand hat am Ende mehr gekostet als das Filtersystem plus zwei Ersatzfilter. Aber es lohnt sich trotzdem - also vorausgesetzt, der Filter tut auch, was der Hersteller verspricht. Ich muss nichts mehr schleppen, spare Geld und produziere weniger Müll! :)

Noch was: Ich versuche, eine neue Wohnung zu finden. Mércia zieht ja Mitte Juli aus und Inês auch demnächst irgendwann. Und ich hab eigentlich keine große Lust, mich jedes Semester an neue Leute zu gewöhnen. Naja, die Wohnungssuche gestaltet sich zur Zeit noch recht schwierig. Ich hoffe aber, dass ich bessere Chancen habe, wenn das Semester rum ist. Im August sind Ferien und da wird sicher einiges frei.

Und noch was: Diese Woche hab ich ein Päckchen bekommen! Mit fünf Büchern drinne! Und Schoki! Und Kekse! :) Danke an den Absender! Ich freu mich schon auf viiiiieeeeele gemütliche Lesestunden :)

So, das wars erstmal... glaub ich...

Donnerstag, 15. April 2010

Vogelhaus unterm Bett

Mit der Verkündigung des Endes der Regenzeit war ich wohl etwas früh dran. Seit Dienstag regnet es wieder jeden Tag. Aber nur in Schauern. Das ist nicht so schlimm, weil ja zwischendurch immer mal die Sonne scheint. Und so kalt ist es auch nicht mehr.

Am Mittwoch hab ich ein Päckchen bekommen! Ein etwas verspäteter Ostergruß über den ich mich sehr gefreut habe! Der Osterhase hats wirklich drauf. In dem Päckchen war unter anderem Hautcreme drin. Genau was ich brauche, jetzt da ich mir zweimal die Woche die Haut durchweichen lasse. Außerdem ist die Luft auch schon sehr viel trockener als im Winter (außer, wenns dann doch grad mal regnet). Der Unterschied macht sich ganz schön bemerkbar.

Worüber ich aber eigentlich schreiben wollte, ist mein Bett. Das biegt sich nach und nach mehr durch und die Spalte im Rahmen wird immer größer. Ich mache mir keine großen Illusionen, dass ich ein neues bekomme und außerdem muss das ja auch nicht sein. Nur weil der Rahmen kaputt ist... Jedenfalls bin ich letztens auf den Dachboden gestiegen und hab nach einer passenden Stütze für das altersschwache Bett gesucht. Und siehe da, ein unbewohntes Vogelhäuschen hatte genau die richtige Größe. Bis jetzt hält es. Und falls sich mal ein Vogel in mein Zimmer verirren sollte, kann es unterm Bett schlafen.

Dienstag, 30. März 2010

Schwimmen

In Évora gibt es ein Freibad und eine Schwimmhalle. Von dem Freibad wurde mir abgeraten. Außerdem ist es selbst hier noch bissl zu kalt fürs Freibad. Aber heute hab ichs endlich mal geschafft, mich in der Schwimmhalle anzumelden. Da bekommt man dann nämlich eine Karte ausgestellt, die man immer wieder aufladen kann - mit Foto :)
Als ich dort ankam, hatte ich das Schwimmbecken ganz für mich alleine. Später kam dann erstmal noch einer und danach noch eine Gruppe junger Mädchen zum Synchronschwimmtraining. Ich hatte also sogar musikalische Untermalung. Und ich hab herausgefunden, warum da ein Kabel im Wasser hängt.... Unterwasserlautsprecher! Am Anfang war mir das ja nicht so ganz geheuer.
Nach einer Stunde war ich dann ziemlich aufgeweicht :) Mal sehen, ob ich morgen Muskelkater hab. Wenn nicht, werd ich wohl am Donnerstag gleich nochmal gehen.

Ich hab mir nämlich von heute Mittag bis Donnerstag Mittag mal frei genommen. Ich brauch eigentlich Urlaub, aber ich denke mal, so ne kleine Zwischenpause hilft auch schon, die Zeit bis Juli noch durchzustehen ;)

Sonntag, 21. Februar 2010

Sintra

Am Dienstag war Karneval. Das ist in Portugal ein Feiertag. Ich hatte also frei und bin mit Miguel nach Sintra gefahren. Das ist eine Stadt nahe Lissabon. Von Évora aus ist man etwa 3 Stunden unterwegs. Und das lohnt sich absolut! Wir haben die Quita da Regaleira besucht. Es war wundervoll. Ok, es hat fast die ganze Zeit geregnet, aber die neblig feuchte Luft hat dem Ganzen einen mystischen Anstrich gegeben. Unter anderem kann man da durch diverse Höhlen gehen und kommt am Ende in einem Brunnen raus. Miguel hat ein paar Fotos gemacht :) Einmal ich, unten im Brunnen und einmal der Brunnen von unten nach oben geguckt. Also wie man sieht ist es kein richtiger Brunnen, da man ja unten ein und aus gehen kann. Außerdem führt eine Treppe nach oben. Aber trotzdem fand ich das sehr eindrucksvoll! Ach so: Das erste Foto ist ein Suchbild. Der gleiche Gnom, ein anderes Land - und sogar ein anderer Blog! :D

In Sintra kann man sich noch mehr angucken. Zum Beispiel eine Burgruine und einen Palast. Ich werde da sicher noch mal hinfahren. Wer kommt mit? ;)

Sonntag, 17. Januar 2010

Es gibt immer was zu Lachen!

Heute ist es trocken! Also es hat nicht geregnet - also fast nicht... Naja, was ich eigentlich erzählen will, ist, dass ich das schöne Wetter genutzt hab und radfahren war. Es war toll und mir ist mal wieder klar geworden, dass ich die portugiesische - oder genauer die alentejanische - Landschaft sehr gerne mag! Ein dauerndes auf und ab, so dass es nicht langweilig wird, aber nicht so krasse Berge, dass man die Lust verliert - ja, solls geben... hab ich gehört ;)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)

Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)

...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)

Dienstag, 12. Januar 2010

Wasser aus allen möglichen und unmöglichen Richtungen

Die Woche ist erst zwei Tage alt und trotzdem ist so viel passiert, dass ich das erstmal hier niederschreiben muss. Ich fange am besten am Montag an.
Also Montag früh war ich bei der Post. Die Vorgeschichte dazu: Als ich am Freitag hier ankam hab ich eine Päckchen-Benachrichtigungskarte für mich vorgefunden. Letzten Dienstag hatte ich nämlich ein Paket an mich selbst geschickt, um meinen Koffer etwas zu entlasten. Es hat mich allerdings etwas gewundert, dass das so schnell ging. Am Sonntag hab ich mir die Karte nochmal genauer angeguckt und dabei bemerkt, dass das gar nicht mein Paket war! Absender: Alfred Ritter (Na, klingelts?). Alfred Ritter ist der Oberboss von Ritter Sport! Haha! Die machen Schokolade. ;) Letztes Jahr hab ich ja selber noch Sammelpunkte gesammelt. Die waren auf den Schokitafeln drauf und man konnte die Punkte dann gegen ein Ritter Sport T-Shirt eintauschen. Dieses Jahr hatten zwei sehr liebe Menschen zuviele Sammelpunkte für den Eigenbedarf und haben mir ein T-Shirt mitbestellt. Möglicherweise hat ja einer von beiden die Bestellung direkt an mich schicken lassen...? Nun, zurück zum Montag.
Also Montag früh war ich bei der Post. Hab mein Päckl abgeholt und um die Vorfreude noch ein bisschen mehr auszukosten, bin ich erstmal arbeiten gegangen und hab das Päckchen ungeöffnet daheim gelassen.
Auf dem Weg zur Arbeit auf der nächsten Querstraße sprudelte zwischen zwei Pflastersteinen das Wasser hervor. Es hatte am Abend vorher und die Nacht über geregnet, aber diese Quelle konnte nicht davon stammen. Mein erster Gedanke war: Wasserrohrbruch; mein zweiter: es war nicht unter Null Grad; mein dritter: gut, dass wir noch fließendes Wasser hatten zu Hause. Mittags komm ich auf dem Weg von der Arbeit an einem großen Loch, ein paar Leuten mit Schaufeln und einem Bagger vorbei. Das Problem wurde also immerhin schonmal erkannt. Ich komm nach Hause, will mir die Hände waschen und aus dem Wasserhahn kommt es nur noch getröpfelt. Manchmal ist mir nach schreien zumute...
Leonor war da grad da um mir die letzte Wasser- und Stromabrechnung zu erklären, die winterlich hoch war. Mit schreien wars also nix. Aber ich hatte ja glücklicherweise noch das geheimnisvolle Päckl! (jetzt hab ich euch aber auf die Folter gespannt, was? hihi)
In dem Päckl waren 8 Tafeln Bio-Ritter Sport, die ich bei einem Gewinnspiel gewonnen hab. Juhu :) Das hat mich wieder aufgebaut! Ich hab sie auch schon probiert, ist sehr lecker. Aber einen Unterschied zu normaler Schokolade kann ich nicht entdecken.

Heute ist der zweite Dienstag im Monat. Das heißt, es ist Markttag. Die Zigeuner kommen in ihren Kleintransportern angefahren, bauen Stände auf (auf dem Platz vor meinem Fenster) und machen dabei natürlich auch mächtig Krach - so ab halb 6. Heute wurde ich aber unerwarteterweise von meinem Wecker geweckt. Ein Blick aus dem Fenster: der Platz ist voller Kleintransporter, aber keiner hat seinen Stand aufgebaut. Es gießt wie aus Eimern und der Platz ist ein einziges Schlammloch. Als ich auf Arbeit gehe, gießt es wie aus Eimern und die Zigeuner sitzen unschlüssig in ihren Autos oder stehen unschlüssig daneben. Der Markt-Wachdienst ist auch schon da und läuft Runden um den Platz, um warm zu bleiben.
Ich bin auf Arbeit und es gießt wie aus Eimern. Aber plötzlich merkt man, dass alles vorher nur ein leichtes Tröpfeln war. Ich kann die Bäume vor dem Fenster nur noch erahnen und plötzlich fängt es auch im Büro an zu regnen. Nicht ganz so stark wie draußen, aber doch irgendwie... hmm... lästig. Meine lieben Kollegen haben mir geholfen, meinen Schreibtisch zu verschieben (ich war die einzige, die es wortwörtlich getroffen hat). Anschließend haben wir der Chefin Bescheid gesagt und nun müssen wir erstmal - na, wer kann sichs denken? - abwarten. Als der Regen draußen dann wieder in die normale es-schüttet-wie-aus-Eimern-Intensität übergegangen war, hat es auch im Büro wieder aufgehört zu regnen.
Als ich von der Arbeit zum Mittagessen nach Hause gehe, sind alle Zigeuner verschwunden. Das war ihnen wohl zu viel Regen am Arbeitsplatz...

Was Gutes gab es aber heut doch noch zu berichten: Ich bin doch grad krank (also das ist noch nicht das Gute). Und da ich vor Husten und Schnupfen die letzte Nacht kaum geschlafen habe (auch nicht gut), bin ich nach der Arbeit zur Apotheke gegangen und hab mir Medikamente geben lassen. Das Gute daran ist, dass ich sogar die Erklärung der netten Apotheken-Frau verstanden hab, wie und wann ich was einnehmen muss. Das war toll :)

Sonntag, 10. Januar 2010

Soviel Neues

Das neue Jahr brachte einige Neuigkeiten. Die schlimmste (für mich) ist, dass das Wasser in Évora zu stark mit Schwermetallen und Aluminium belastet ist. Auch in Portugal gibt es dafür Richtwerte und die werden hier zum Teil um das Doppelte überschritten. Ich weiß das zwar auch alles nur aus zweiter Hand (also von Mércia, die jemanden kennt, der in der Wasserwirtschaft in Évora arbeitet), aber vermutet hab ich das schon irgendwie. Als ich nämlich das letzte Mal Blut spenden war (Mitte Dezember in Neuhausen), war mein Eisenwert doppelt so hoch (!) als ein knappes Jahr vorher und die 7 Jahre davor, in denen ich schon Blut spende. Und wenn in dem Wasser soviel Eisen drin ist (mir fällt kein anderer plausibler Grund ein für die hohen Eisenwerte), warum auch nicht noch anderes Metall. Gut, dass ich in letzter Zeit nicht auf einem Schrottplatz war. Da wär ich vielleicht noch an so nem Riesenmagneten hängen geblieben. ;)
Jetzt müssen wir also Wasser kaufen. Wasser zum Trinken, Wasser zum Kochen und am besten auch noch zum Zähneputzen... Da kommt ganz schön was zusammen. Und Abkochen hilft ja bei Schwermetallbelastung nicht viel.
Aber weil das für mich keine Lösung auf Dauer ist, werd ich mich mal nach einem Filtergerät umgucken (müssen). Kennt sich damit jemand aus?

Eine weitere Neuigkeit (nicht ganz so überraschend): mein neuer Heizer heizt ganz gut, ist aber auch nicht waschmaschinen-, mikrowellen- und nicht mal toasterkompatibel. Ich bin gespannt, ob wenigstens alle drei Heizer (Mércias, Inês' und meiner) gleichzeitig laufen können. Inês ist übers Wochenende daheim. Daher konnten wir das noch nicht testen.
Jetzt erweist es sich als Nachteil, dass ich das schönste Zimmer hab mit den zwei Fenstern. Warm wird es hier nämlich auch mit Heizer nicht wirklich. Darum sitz ich mit Handschuhen hier, hab mir auch lieber noch meine Decke übergeworfen und trinke Tee (aus gekauftem Wasser). Mir geht ständig durch den Kopf, wieviel Energie man auf diese Weise in einem isolierten Haus sparen könnte. Da bräuchte man ja fast gar nicht mehr heizen...

Naja, Bewegung macht ja auch warm. Also Wasser schleppen aus dem Supermarkt zum Beispiel. Oder laufen. Oder Rad fahren. Da war allerdings mal wieder die Luft runter, als ich wieder kam. Da ich den Hinterreifen schon zweimal geflickt hatte, hab ich mir mal einen neuen Schlauch gekauft. Es zeigte sich dann, dass sich die Flicken gelöst hatten. Liegt das am Flickzeug? Oder hab ich einfach keine Ahnung? Das muss ich wohl noch bissl üben...

Und dann hat mir Mércia noch eine lustige Geschichte erzählt. Anfang der Woche gab es ein Erdbeben. Also mal ein richtiges. So ein paar kleine gibts hier immer mal. Aber da haben wohl sogar die Lampen richtig geschaukelt. Naja, das Haus steht jedenfalls noch.

So, ich mach mir erstmal noch nen Tee. :)