Vorm Haus steht eine Werbetafel, an der ich auf dem Weg zur Arbeit immer vorbei gehe. Gestern war eine neue Werbung angebracht - ein Mensch am Strand mit einer dunstverhangenen Sonne im Hintergrund. Darauf stand
"Neste verão
Sol com moderação"
Das heißt soviel wie dass man die Sonne diesen Sommer in Maßen genießen sollte. Ich glaube es ist eine Aktion des Gesundheitsministeriums oder einer ähnlichen Organisation. Es heißt wortwörtlich "Diesen Sommer"! Und das hängen sie Mitte September auf, wenn das Schlimmste vorbei ist (juhu dazu, übrigens ;) ). Meine Theorie ist, dass die (EU-)Fördergelder für diese Aktion erst bewilligt wurden, als alle Menschen, die ihre Unterschriften unter irgendwelche Formulare setzen mussten, aus dem Urlaub zurück waren. Ja, so läuft das hier...
Na dann werd ich die letzten paar Sommertage mal noch vorsichtig machen ;)
Meine ganz persönlichen, äußerst subjektiven, manchmal nicht ganz ernst gemeinten Gedanken über das Leben (fast) am Rande des Kontinents, und überhaupt
Sonntag, 12. September 2010
Viel los
Meine alte Wohngegend war eher von Ureinwohnern geprägt - alte, zum Teil freundliche und allesamt neugierige Nachbarn. Die Häuser hatten höchstens zwei Etagen, es war nicht weit zum Park und Rossio war gleich nebenan - der berüchtigte Festplatz, auf dem jeden zweiten Dienstag im Monat ein Markt stattfindet, bei Stierkämpfen oder Konzerten in der Arena (ja, es ist eine Mufu-Arena) auch gern als Parkplatz genutzt. Jeden Morgen entweder 8:30 oder 9:00 Uhr kam das Bäckerauto (jedenfalls immer, wenn ich um die Zeit daheim war), hat gehupt und an der Einfahrt zu unserer sehr kurzen Straße gehalten und die Omis und Opis mit frischen Brötchen versorgt. Auf der Kopfsteinpflasterstraße rings um Rossio war eigentlich immer Verkehr und vor allem Sirenen von Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr hat man oft gehört. Rossio ist nämlich von drei Seiten von Einbahnstraßen umgeben. Wenn man also einmal drin ist in der Verkehrsführung musste man zwangsläufig bei uns vorbei. Allerdings war es genau das. Vorbeifahren. Zum Anhalten gab es kaum einen Grund.
Jetzt bin ich wenige hundert Meter stadtauswärts gezogen, in eine neuere Wohngegend, und bin damit schon fast wieder raus aus der Stadt - ja, Évora ist nicht groß, jedenfalls nicht in diese Richtung. ;) Die Häuser haben etwa vier Etagen, die Straße Asphalt und die Nachbarn sind allerhöchstens nur noch halb so alt und natürlich vielzähliger. Es gibt deutlich weniger Sirenengeheul hier, allerdings mehr Verkehr insgesamt. Gleich nebenan ist ein kleiner Kreisverkehr - eigentlich eine normale 4-Straßen-Kreuzung, aber die Portugiesen lieben Kreisverkehre und praktisch sind sie ja in der Tat. Allerdings kommt mir die Kreisverkehrregelung in Portugal ziemlich komisch vor. Bisher hab ich noch kein richtiges System dahinter erkannt. Ein befreundeter Franzose, der hier Auto fährt, ist auch noch nicht dahinter gekommen. Deshalb hab ich das mal beobachtet. Ich hab das ja so gelernt: reinfahren nach rechts rum ohne zu blinken und nur beim Rausfahren wird geblinkt. Klingt logisch, verständlich, einfach, übersichtlich, effektiv (keine typisch portugiesischen Eigenschaften, nach meinen bisherigen Erfahrungen).
Also, wie machen die das? Soweit ich das verstehe, behandeln sie den Kreisverkehr, als wäre es eine normale Kreuzung. Wenn sie also in einem Vierer-Kreisverkehr (wie der vor meinem Haus) die erste Abfahrt nehmen wollen, blinken sie rechts, bei der zweiten gar nicht und bei der dritten links. Ich weiß nicht, was sie tun, wenn sie umkehren wollen - wahrscheinlich einfach warten, bis grad niemand guckt :) Komplexer wird das bei großen Kreisverkehren, denn da sieht man natürlich oft nicht, wo ein Auto reinkommt und daher weiß man auch nicht, wo es laut Blinkung hin will. Um das System zu verstehen müsste ich wohl nochmal umziehen. Es hat jedenfalls etwas mit verschiedenen Fahrspuren zu tun. Also wer raus will, fährt rechts und wer drin bleibt fährt links (innen). Allerdings gehen auch manchmal mehrere Fahrspuren aus dem Kreisverkehr raus... Und wie das da mit dem Blinken ist, kann ich auch nicht sagen.
Mich hat diese Kreisverkehrsbehandlung etwas gewundert (nur ein ganz kleines bisschen, nach mehr als anderthalb Jahren in Portugal). Aber von meinem Beobachtungsposten konnte ich feststellen, dass sogar Fahrschulen dieses System anwenden. Und ich dachte, Verkehrsregeln werden nach und nach EU-weit gleichgebügelt. Vielleicht gibts also bald EU-weit die portugiesische Methode, dann wisst ihr wenigstens auch, wovon ich hier schreibe ;)
Außer dem Kreisverkehr gibts hier aber noch viiiieeeel mehr zu sehen, zum Beispiel aufgebrochene Bäckertransporter, liegengebliebene Kleinwagen und Straßenfeger mit portugiesischer Effizienz. Da ich aber jetzt schon wieder so viel geschrieben hab, werd ich das erstmal nicht weiter ausführen.
Jetzt bin ich wenige hundert Meter stadtauswärts gezogen, in eine neuere Wohngegend, und bin damit schon fast wieder raus aus der Stadt - ja, Évora ist nicht groß, jedenfalls nicht in diese Richtung. ;) Die Häuser haben etwa vier Etagen, die Straße Asphalt und die Nachbarn sind allerhöchstens nur noch halb so alt und natürlich vielzähliger. Es gibt deutlich weniger Sirenengeheul hier, allerdings mehr Verkehr insgesamt. Gleich nebenan ist ein kleiner Kreisverkehr - eigentlich eine normale 4-Straßen-Kreuzung, aber die Portugiesen lieben Kreisverkehre und praktisch sind sie ja in der Tat. Allerdings kommt mir die Kreisverkehrregelung in Portugal ziemlich komisch vor. Bisher hab ich noch kein richtiges System dahinter erkannt. Ein befreundeter Franzose, der hier Auto fährt, ist auch noch nicht dahinter gekommen. Deshalb hab ich das mal beobachtet. Ich hab das ja so gelernt: reinfahren nach rechts rum ohne zu blinken und nur beim Rausfahren wird geblinkt. Klingt logisch, verständlich, einfach, übersichtlich, effektiv (keine typisch portugiesischen Eigenschaften, nach meinen bisherigen Erfahrungen).
Also, wie machen die das? Soweit ich das verstehe, behandeln sie den Kreisverkehr, als wäre es eine normale Kreuzung. Wenn sie also in einem Vierer-Kreisverkehr (wie der vor meinem Haus) die erste Abfahrt nehmen wollen, blinken sie rechts, bei der zweiten gar nicht und bei der dritten links. Ich weiß nicht, was sie tun, wenn sie umkehren wollen - wahrscheinlich einfach warten, bis grad niemand guckt :) Komplexer wird das bei großen Kreisverkehren, denn da sieht man natürlich oft nicht, wo ein Auto reinkommt und daher weiß man auch nicht, wo es laut Blinkung hin will. Um das System zu verstehen müsste ich wohl nochmal umziehen. Es hat jedenfalls etwas mit verschiedenen Fahrspuren zu tun. Also wer raus will, fährt rechts und wer drin bleibt fährt links (innen). Allerdings gehen auch manchmal mehrere Fahrspuren aus dem Kreisverkehr raus... Und wie das da mit dem Blinken ist, kann ich auch nicht sagen.
Mich hat diese Kreisverkehrsbehandlung etwas gewundert (nur ein ganz kleines bisschen, nach mehr als anderthalb Jahren in Portugal). Aber von meinem Beobachtungsposten konnte ich feststellen, dass sogar Fahrschulen dieses System anwenden. Und ich dachte, Verkehrsregeln werden nach und nach EU-weit gleichgebügelt. Vielleicht gibts also bald EU-weit die portugiesische Methode, dann wisst ihr wenigstens auch, wovon ich hier schreibe ;)
Außer dem Kreisverkehr gibts hier aber noch viiiieeeel mehr zu sehen, zum Beispiel aufgebrochene Bäckertransporter, liegengebliebene Kleinwagen und Straßenfeger mit portugiesischer Effizienz. Da ich aber jetzt schon wieder so viel geschrieben hab, werd ich das erstmal nicht weiter ausführen.
Montag, 6. September 2010
Die Neue
Vor knapp 3 Wochen bin ich in meine allererste ganz eigene Wohnung gezogen. Und damit ihr euch mal ein Bild machen könnt, hab ich euch mal ein Bild gemacht. Vorher hab ich extra Ordnung gemacht und sogar die Fenster geputzt! :)
Die gelben Punkte sind übrigens Lampen. Außer dem Sofa. Das ist ein Sofa und kein Punkt. Obwohl ja die Lampe in der Küche auch kein Punkt ist... Naja, kann man mir folgen? (Die dargestellten Farben der Möbel sind übrigens in etwa an die realen angelehnt.)
Der Umriss vom Balkon meiner Nachbarn (über mir), soll veranschaulichen, wie cool meine Wohnung im Vergleich zu deren ist. Außerdem kann man daraus ersehen, wo mein Balkon überdacht ist und wo nicht. Und man sieht den Grund, warum das Balkonwaschwasser aller über mir Wohnenden mitten auf meinem Balkon landet. Es wird nämlich nicht in eine Regenrinne geleitet, sondern mitten auf meinen Balkon.Die gestrichelte Wand zwischen dem Wohnzimmer und dem Schlafzimmer ist ein Raumteiler aus Holz. Da kann man so halb durchgucken. Und das Fenster zwischen Küche und Wohnzimmer ist eine Durchreiche.
Die meisten Möbel sind von der Vermieterin. Letzte Woche war ich mit Kollegen aber bei Ikea und hab mir noch ein Regal und bissl Kleinkram gekauft. Mittlerweile bin ich also richtig gut ausgerüstet. Nur Molger hätte ich noch gerne. Molger ist ein Badregal, das aber natürlich nicht mehr ins Bad passt, wie man auf dem Bild sieht. Es ist auch nicht wirklich ein Regal. Eher so ein kleines Rollwägelchen. Ich brauch nämlich noch etwas Stauraum in der Küche. Von dem großen Hängeschrank ist nur ein Drittel echter Schrank. Im ersten Drittel ist der Dunstabzug und im zweiten der Durchlauferhitzer fürs Warmwasser – den ich übrigens noch nicht mal ausprobiert habe. Molger war aber letztes Wochenende leider nicht mehr verfügbar und darum werd ich ersteinmal probieren, mit dem Platz auszukommen, den ich habe. Und da bei mir sowieso jedes Ding seinen Platz hat, komm ich ganz gut zurecht. Ich darf nur nicht noch mehr kaufen. ;)
Da wir grad beim Kaufen sind: Letzte Woche war ich in einer Filiale einer portugiesischen Supermarktkette. Dort hab ich entdeckt, dass es Ökoschrubber gibt. Ich wische jetzt mit einem Mop aus recycelten bzw nachwachsenden Rohstoffen. Der Stiel ist aus recyceltem Stahl, wurde also wahrscheinlich aus einem ausrangiertem Auto hergestellt. Ob das einer meiner Mazdas war? Der Stiel ist allerdings grün...
Dann hab ich mir gleich noch Ökowaschmittel gekauft. Das riecht bissl komisch, wäscht aber ganz gut, soweit ich das nach dem ersten Test beurteilen konnte.
Und da ich einmal auf dem Trip war, hab ich gleich noch nach Biolebensmitteln gesucht. Danach muss man hier wirklich SUCHEN. Aber ich hab tatsächlich Biomilch gefunden!!! Und natürlich gleich gekauft. Es war ultrahocherhitzte Milch, sollte also mehrere Monate haltbar sein. Diese war noch bis Mitte September haltbar und schon seeeehr eingestaubt. Daran sieht man ziemlich deutlich, dass Bioprodukte hier noch keinen Fuß gefasst haben. Auch Eier kann ich nur in einem einzigen Supermarkt kaufen, weil es nur dort Eier von Freilandhühnern gibt. Und die haben normalerweise auch nur wenige Packungen da stehen. Bioeier hab ich noch gar nicht gesehen.
Aber zurück zur Milch. Vor ein paar Tagen hab ich sie geöffnet und mal nachgeguckt, wo die eigentlich produziert wurde. Und da lacht mich doch ein lautes deutliches DE – RP an. Auf einer portugiesischen Milchpackung von einer portugiesischen Supermarktkette! Das fand ich sehr witzig!
So, und zum Schluss noch eine Anmerkung zu der langen Sendepause (mal wieder... mir fällt aber auch immer wieder eine Ausrede ein!) Ich hab (noch) kein Internet in der neuen Wohnung. Daher schreib ich diesen Blogeintrag auch offline und werd ihn dann am Montag von der Arbeit aus online stellen.
Was ich jedoch festgestellt habe ist, dass man offline viel mehr Zeit hat für die vielen Dinge, die man so machen will. :)
Die gelben Punkte sind übrigens Lampen. Außer dem Sofa. Das ist ein Sofa und kein Punkt. Obwohl ja die Lampe in der Küche auch kein Punkt ist... Naja, kann man mir folgen? (Die dargestellten Farben der Möbel sind übrigens in etwa an die realen angelehnt.)
Der Umriss vom Balkon meiner Nachbarn (über mir), soll veranschaulichen, wie cool meine Wohnung im Vergleich zu deren ist. Außerdem kann man daraus ersehen, wo mein Balkon überdacht ist und wo nicht. Und man sieht den Grund, warum das Balkonwaschwasser aller über mir Wohnenden mitten auf meinem Balkon landet. Es wird nämlich nicht in eine Regenrinne geleitet, sondern mitten auf meinen Balkon.Die gestrichelte Wand zwischen dem Wohnzimmer und dem Schlafzimmer ist ein Raumteiler aus Holz. Da kann man so halb durchgucken. Und das Fenster zwischen Küche und Wohnzimmer ist eine Durchreiche.
Die meisten Möbel sind von der Vermieterin. Letzte Woche war ich mit Kollegen aber bei Ikea und hab mir noch ein Regal und bissl Kleinkram gekauft. Mittlerweile bin ich also richtig gut ausgerüstet. Nur Molger hätte ich noch gerne. Molger ist ein Badregal, das aber natürlich nicht mehr ins Bad passt, wie man auf dem Bild sieht. Es ist auch nicht wirklich ein Regal. Eher so ein kleines Rollwägelchen. Ich brauch nämlich noch etwas Stauraum in der Küche. Von dem großen Hängeschrank ist nur ein Drittel echter Schrank. Im ersten Drittel ist der Dunstabzug und im zweiten der Durchlauferhitzer fürs Warmwasser – den ich übrigens noch nicht mal ausprobiert habe. Molger war aber letztes Wochenende leider nicht mehr verfügbar und darum werd ich ersteinmal probieren, mit dem Platz auszukommen, den ich habe. Und da bei mir sowieso jedes Ding seinen Platz hat, komm ich ganz gut zurecht. Ich darf nur nicht noch mehr kaufen. ;)Da wir grad beim Kaufen sind: Letzte Woche war ich in einer Filiale einer portugiesischen Supermarktkette. Dort hab ich entdeckt, dass es Ökoschrubber gibt. Ich wische jetzt mit einem Mop aus recycelten bzw nachwachsenden Rohstoffen. Der Stiel ist aus recyceltem Stahl, wurde also wahrscheinlich aus einem ausrangiertem Auto hergestellt. Ob das einer meiner Mazdas war? Der Stiel ist allerdings grün...
Dann hab ich mir gleich noch Ökowaschmittel gekauft. Das riecht bissl komisch, wäscht aber ganz gut, soweit ich das nach dem ersten Test beurteilen konnte.
Und da ich einmal auf dem Trip war, hab ich gleich noch nach Biolebensmitteln gesucht. Danach muss man hier wirklich SUCHEN. Aber ich hab tatsächlich Biomilch gefunden!!! Und natürlich gleich gekauft. Es war ultrahocherhitzte Milch, sollte also mehrere Monate haltbar sein. Diese war noch bis Mitte September haltbar und schon seeeehr eingestaubt. Daran sieht man ziemlich deutlich, dass Bioprodukte hier noch keinen Fuß gefasst haben. Auch Eier kann ich nur in einem einzigen Supermarkt kaufen, weil es nur dort Eier von Freilandhühnern gibt. Und die haben normalerweise auch nur wenige Packungen da stehen. Bioeier hab ich noch gar nicht gesehen.
Aber zurück zur Milch. Vor ein paar Tagen hab ich sie geöffnet und mal nachgeguckt, wo die eigentlich produziert wurde. Und da lacht mich doch ein lautes deutliches DE – RP an. Auf einer portugiesischen Milchpackung von einer portugiesischen Supermarktkette! Das fand ich sehr witzig!
So, und zum Schluss noch eine Anmerkung zu der langen Sendepause (mal wieder... mir fällt aber auch immer wieder eine Ausrede ein!) Ich hab (noch) kein Internet in der neuen Wohnung. Daher schreib ich diesen Blogeintrag auch offline und werd ihn dann am Montag von der Arbeit aus online stellen.
Was ich jedoch festgestellt habe ist, dass man offline viel mehr Zeit hat für die vielen Dinge, die man so machen will. :)
Gecko
Lang versprochen, und jetzt ist es endlich soweit.
Erstmal möchte ich mich bei allen tierliebenden Menschen entschuldigen. Mir ist erst nach Absenden des Eintrages aufgefallen, wie geschmacklos so ein Wettbewerb doch ist. Natürlicherweise ist es für einen Gecko sicher überhaupt nicht lustig, seinen halben Schwanz abzuwerfen. Ist dies schließlich ein Schutzverhalten bei Todesgefahr! Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Trotzdem danke ich allen Teilnehmern, zeigt es doch, dass ein paar treue Seelen meinen Blog verfolgen, auch wenn ich manchmal nicht so treu bin und regelmäßig schreibe. Wir haben zwei Gewinner, was man den Kommentaren ja schon entnehmen konnte. Diese werden demnächst schriftlich benachrichtigt und ihren Gewinn zugeschickt bekommen.
Nun zur Auflösung der Geschichte – bzw der Enthüllung meiner Sichtweise:
In der Nacht bevor der Gecko im Wohnzimmer saß, hatte Leonor ja eine Familie im Haus einquartiert. Meine Erklärung ist, dass, während ich einkaufen war, Leonor im Haus war und die Bettwäsche wieder abgeholt hat. Da der Gecko zwar nicht in einem meiner häufig benutzten Verkehrswege saß, allerdings fast genau vor der Tür zu Mércias altem Zimmer, nehme ich an, dass Leonor ihn nicht gesehen hat und auf den Schwanz getreten ist. Das hat ihn dann wahrscheinlich doch dazu bewegt, sich einen anderen Platz zu suchen.
Armer Gecko, sag ich da nur!
Erstmal möchte ich mich bei allen tierliebenden Menschen entschuldigen. Mir ist erst nach Absenden des Eintrages aufgefallen, wie geschmacklos so ein Wettbewerb doch ist. Natürlicherweise ist es für einen Gecko sicher überhaupt nicht lustig, seinen halben Schwanz abzuwerfen. Ist dies schließlich ein Schutzverhalten bei Todesgefahr! Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Trotzdem danke ich allen Teilnehmern, zeigt es doch, dass ein paar treue Seelen meinen Blog verfolgen, auch wenn ich manchmal nicht so treu bin und regelmäßig schreibe. Wir haben zwei Gewinner, was man den Kommentaren ja schon entnehmen konnte. Diese werden demnächst schriftlich benachrichtigt und ihren Gewinn zugeschickt bekommen.
Nun zur Auflösung der Geschichte – bzw der Enthüllung meiner Sichtweise:
In der Nacht bevor der Gecko im Wohnzimmer saß, hatte Leonor ja eine Familie im Haus einquartiert. Meine Erklärung ist, dass, während ich einkaufen war, Leonor im Haus war und die Bettwäsche wieder abgeholt hat. Da der Gecko zwar nicht in einem meiner häufig benutzten Verkehrswege saß, allerdings fast genau vor der Tür zu Mércias altem Zimmer, nehme ich an, dass Leonor ihn nicht gesehen hat und auf den Schwanz getreten ist. Das hat ihn dann wahrscheinlich doch dazu bewegt, sich einen anderen Platz zu suchen.
Armer Gecko, sag ich da nur!
Donnerstag, 12. August 2010
Wie sich Wärme anfühlt
Selbst im Schatten, wo die Sonne einen nicht zu Boden drückt, kann es hier doch recht warm werden. Man schwitzt, ohne sich überhaupt zu bewegen und das bei einer Luftfeuchigkeit von nur 30%. Ich bin sehr froh, dass es im Sommer tagsüber kaum mehr sind!
Das Schlimmste für mich ist, dass man nicht fühlt, wo man selbst aufhört.
Innentemperatur <= Außentemperatur
Was ist noch Blut? Wo ist meine Haut? Und wo ist schon Luft? Man fühlt es einfach nicht! Und auch beim Atmen fehlt mir ein kühler Luftzug durch die Nase schon sehr. Es ist sehr schwer, sich das vorzustellen. Selbst heute, da wir eine Maximumtemperatur von kühlen und windigen 31°C hatten, kann ich kaum mehr nachvollziehen, wie das gestern und vorgestern bei 38°C und Windstille so war.
Wenn man abends ins Bett geht, fühlt es sich an, als hätte gerade vor Sekunden noch jemand (mit Fieber) drin gelegen. Und ähnlich ist das mit dem Toilettensitz (sorry, aber das gehört nun mal dazu ;) ). Und dass das Wasser aus der Kaltwasserleitung mittags deutlich über 30°C warm ist, hatte ich ja schon berichtet. Das scheint aber auch haus- oder zumindest wohngegendspezifisch zu sein. Meine Kollegen haben kaltes Kaltwasser.
Naja, das Wetter kann man sich eben nicht aussuchen ;) Und deshalb werde ich jetzt noch die kleine Pause von der Hitze genießen und mir die kühle Luft um die Nase wehen lassen. :)
Das Schlimmste für mich ist, dass man nicht fühlt, wo man selbst aufhört.
Innentemperatur <= Außentemperatur
Was ist noch Blut? Wo ist meine Haut? Und wo ist schon Luft? Man fühlt es einfach nicht! Und auch beim Atmen fehlt mir ein kühler Luftzug durch die Nase schon sehr. Es ist sehr schwer, sich das vorzustellen. Selbst heute, da wir eine Maximumtemperatur von kühlen und windigen 31°C hatten, kann ich kaum mehr nachvollziehen, wie das gestern und vorgestern bei 38°C und Windstille so war.
Wenn man abends ins Bett geht, fühlt es sich an, als hätte gerade vor Sekunden noch jemand (mit Fieber) drin gelegen. Und ähnlich ist das mit dem Toilettensitz (sorry, aber das gehört nun mal dazu ;) ). Und dass das Wasser aus der Kaltwasserleitung mittags deutlich über 30°C warm ist, hatte ich ja schon berichtet. Das scheint aber auch haus- oder zumindest wohngegendspezifisch zu sein. Meine Kollegen haben kaltes Kaltwasser.
Naja, das Wetter kann man sich eben nicht aussuchen ;) Und deshalb werde ich jetzt noch die kleine Pause von der Hitze genießen und mir die kühle Luft um die Nase wehen lassen. :)
Dienstag, 10. August 2010
Die Geschichte vom Geckobaby
Am Sonntag früh saß ein Gecko auf dem Wohnzimmerboden. Die haben ja so eine hellbraune Farbe und da unsere Fliesen im Wohnzimmer braun gemustertet sind, ist der kaum aufgefallen. Zuerst hab ich versucht, ihn da wegzubewegen, aber der hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Da er nicht in einem meiner frequenten Verkehrswege saß, hab ich ihn sitzen lassen. Und da saß er dann noch eine ganze Weile. Knuffige Tierchen sind das und der war auch noch sehr klein.
Schließlich bin ich dann irgendwann einkaufen gefahren und als ich wieder kam, war er weg. Allerdings - oh Schreck! - lag ein Stückchen Schwanz noch da. Was ist passiert?
Jetzt seid ihr gefragt, liebe Leser!
Die lustigste Theorie, oder - falls die lustigste nicht lustig genug sein sollte - die, die der Wahrheit (also meiner Theorie) am nächsten liegt, gewinnt.
(Und wer diesen Satz nach den wenigsten Versuchen verstanden hat, bekommt einen Extrapreis.)
Eure Lösungen und die Anzahl der Versuche des Satzverständnisses bitte als Kommentar abgeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (Es geht nur links rum.)
Schließlich bin ich dann irgendwann einkaufen gefahren und als ich wieder kam, war er weg. Allerdings - oh Schreck! - lag ein Stückchen Schwanz noch da. Was ist passiert?
Jetzt seid ihr gefragt, liebe Leser!
Die lustigste Theorie, oder - falls die lustigste nicht lustig genug sein sollte - die, die der Wahrheit (also meiner Theorie) am nächsten liegt, gewinnt.
(Und wer diesen Satz nach den wenigsten Versuchen verstanden hat, bekommt einen Extrapreis.)
Eure Lösungen und die Anzahl der Versuche des Satzverständnisses bitte als Kommentar abgeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (Es geht nur links rum.)
Samstag, 7. August 2010
Zurück in Évora
Am Dienstag bin ich gaaaanz früh (4:30 Uhr) aufgestanden nur um wieder nach Portugal zurück zu kommen. Hat sich das gelohnt?
Betreffs...
... Arbeit - Ja
Der Urlaub ist vorbei und es geht wieder rund. Ich hab schon viel geschafft aber - natürlich - auch noch viel vor. Ich bin sehr motiviert, da ich auf Arbeit auch weitgehend meine Ruhe hab. In meinem Büro sind zwar noch fast alle da, aber meine Arbeitsgruppe ist geschlossen im Urlaub (außer mir).
... Freizeit - Jein
Ich hatte bissl Zeit, ein paar Angelegenheiten zu regeln, den Koffer auszupacken und die Wohnung wieder bewohnbar zu machen. Und ein bissl Zeit nur für mich ist ja auch mal schön. Allerdings fehlen mir natürlich meine Familie, meine Freunde und die Pferde. Aber gestern Abend hab ich mich mal mit Kollegen getroffen. Es ist gerade Jazz na Cidade (Jazz in der Stadt, ein Jazzfestival). War ganz nett.
... Wohnung - Nein
Meine beiden Mitbewohnerinnen sind in meiner Abwesenheit ausgezogen und haben mir ein mittelschweres Chaos hinterlassen. Mittlerweile ist aber wenigstens wieder alles sauber. Und die nächste Zeit muss ich erstmal nur mit meinem eigenen Dreck leben. Juhuuu!
Naja fast jedenfalls... Heute Nacht schläft ein Paar mit Kind hier. Ich frag mich, ob das hier jetzt zum Hotel mutiert... allerdings ein nicht sehr komfortables. Meine ehemaligen Mitbewohnerinnen haben nämlich das Gas alle gemacht und ich sehs auch nicht ein, alleine eine neue Flasche zu kaufen, da ichs auch nicht unbedingt brauch. Es gibt also nur "kaltes" Wasser. ;)
Die Wohnungssuche hat auch noch nicht viel neues ergeben. Die Besitzerin einer weiteren Option ist derzeit noch im Urlaub, ich kann die Wohnung also erst übernächste Woche mal angucken.
... Wetter - Nein
Ich bin aber auch empfindlich! (es soll Leute geben, die solches Wetter mögen) Sogar oben besagtes kaltes Wasser ist um die Mittagszeit gefühlte 35° C warm (auch nach 30 min ablaufen lassen!). Erfrischungsduschen ist also nicht möglich. Da hilft nur: nicht bewegen um nicht zu schwitzen oder auf Arbeit gehen, weil es da ne Klimaanlage gibt.
... Mir selbst - Joar
Ein bisschen mehr Urlaub, Deutschland, Familie, Freunde, Pferde hätte sicher nicht geschadet. Aber je seltener und kürzer die Momente, umso kostbarer sind sie :)
Danke euch allen!
Betreffs...
... Arbeit - Ja
Der Urlaub ist vorbei und es geht wieder rund. Ich hab schon viel geschafft aber - natürlich - auch noch viel vor. Ich bin sehr motiviert, da ich auf Arbeit auch weitgehend meine Ruhe hab. In meinem Büro sind zwar noch fast alle da, aber meine Arbeitsgruppe ist geschlossen im Urlaub (außer mir).
... Freizeit - Jein
Ich hatte bissl Zeit, ein paar Angelegenheiten zu regeln, den Koffer auszupacken und die Wohnung wieder bewohnbar zu machen. Und ein bissl Zeit nur für mich ist ja auch mal schön. Allerdings fehlen mir natürlich meine Familie, meine Freunde und die Pferde. Aber gestern Abend hab ich mich mal mit Kollegen getroffen. Es ist gerade Jazz na Cidade (Jazz in der Stadt, ein Jazzfestival). War ganz nett.
... Wohnung - Nein
Meine beiden Mitbewohnerinnen sind in meiner Abwesenheit ausgezogen und haben mir ein mittelschweres Chaos hinterlassen. Mittlerweile ist aber wenigstens wieder alles sauber. Und die nächste Zeit muss ich erstmal nur mit meinem eigenen Dreck leben. Juhuuu!
Naja fast jedenfalls... Heute Nacht schläft ein Paar mit Kind hier. Ich frag mich, ob das hier jetzt zum Hotel mutiert... allerdings ein nicht sehr komfortables. Meine ehemaligen Mitbewohnerinnen haben nämlich das Gas alle gemacht und ich sehs auch nicht ein, alleine eine neue Flasche zu kaufen, da ichs auch nicht unbedingt brauch. Es gibt also nur "kaltes" Wasser. ;)
Die Wohnungssuche hat auch noch nicht viel neues ergeben. Die Besitzerin einer weiteren Option ist derzeit noch im Urlaub, ich kann die Wohnung also erst übernächste Woche mal angucken.
... Wetter - Nein
Ich bin aber auch empfindlich! (es soll Leute geben, die solches Wetter mögen) Sogar oben besagtes kaltes Wasser ist um die Mittagszeit gefühlte 35° C warm (auch nach 30 min ablaufen lassen!). Erfrischungsduschen ist also nicht möglich. Da hilft nur: nicht bewegen um nicht zu schwitzen oder auf Arbeit gehen, weil es da ne Klimaanlage gibt.
... Mir selbst - Joar
- Nach nur drei Tagen Arbeit ist mein Nacken schon wieder schlimm verspannt. Und dass, obwohl ich morgens, mittags und abends (und zwischendurch) Rücken- und Nackenübungen mache.
- Schwimmen gehen trau ich mich noch nicht, weil mein Finger ja noch nicht ganz verheilt ist. Aber der macht sich ganz gut. Scheint nicht entzündet zu sein.
- Meine Haare sind wegen der sehr geringen Luftfeuchtigkeit wieder glatt und ich sehe nicht mehr wie ein explodierter Besen aus. Allerdings fallen sie bissl aus... Vielleicht hab ich noch zuviel Wolle für die Wärme ;)
Ein bisschen mehr Urlaub, Deutschland, Familie, Freunde, Pferde hätte sicher nicht geschadet. Aber je seltener und kürzer die Momente, umso kostbarer sind sie :)
Danke euch allen!
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