Bissl ein schlechtes Gewissen hab ich ja schon, dass ich hier so lange nix mehr geschrieben hab. Liest überhaupt noch irgendwer mit? Ich hoffe es!
Als Wissenschaftler hat mans gut. Man hat deadlines, macht sich wochenlang Stress und schiebt Überstunden, aber dann... dann kann man einfach mal einen Nachmittag blau machen, ohne dass es irgendwen kümmert. Aber eine kleine Pause vom Welt-Retten muss auch mal sein. Und das gibt mir dann wieder ein wenig Zeit, einen neuen Blogeintrag zu basteln.
Vorhin war ich noch Einkaufen und auf dem Weg ist mir mal wieder aufgefallen, dass die Éborenser Polizei (also die Polizei in Évora - nein, ist kein Tippfehler) Fazer fährt, und zwar eine Modellreihe vor meiner. Die sehen also fast genauso aus. :) Da kribbelts schon manchmal in der rechten Hand...
Diese Woche wurde mir eine grandiose Ehre zuteil! Ein Freund von mir, hat eine Kurzgeschichte geschrieben und ich bin eine der Hauptpersonen. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, etwas über sich selbst zu lesen, was eigentlich Fiktion ist. Denn man weiß schließlich nicht, was der Autor erfunden hat und was er tatsächlich genau so sieht, wie man es dann in der Geschichte lesen kann. Ich finde die Kurzgeschichte sehr schön. Allerdings kann dieses Empfinden ihren Ursprung auch in meiner Eitelkeit haben. Wer würde es nicht toll finden, Gegenstand von Poesie zu sein...
Meine ganz persönlichen, äußerst subjektiven, manchmal nicht ganz ernst gemeinten Gedanken über das Leben (fast) am Rande des Kontinents, und überhaupt
Freitag, 12. Februar 2010
Sonntag, 31. Januar 2010
Freundschaft
Das Ende des Semesters naht und so nach und nach verliere ich Menschen. Manche nur für einen Monat Ferien, andere für immer. Obwohl sie ja nicht wirklich verloren sind. Als Freunde bleiben sie mir erhalten. Sie sind nur nicht mehr so greifbar wie bisher. Ich glaube jetzt merke ich, wie es ist 'zurück zu bleiben'. Für den der geht, ist es ein neuer Anfang, neue Dinge warten darauf, erlebt zu werden. Es ist spannend, aufregend, anders! Für die die bleiben jedoch entsteht eine Lücke. Viele die diesen Blog lesen, werden verstehen, was ich meine...
Die meisten der lieben Menschen, die ich hier bisher kennengelernt habe, werden Évora im nächsten halben Jahr verlassen. Und sie alle werden eine kleine Lücke zurücklassen. Alejandro aus Mexiko mit seiner selbstgemachten Musik, Matias aus Kolumbien mit seiner Pizza und dem Salsa , Miguel aus Mexiko mit seiner Katze und unsere philosophischen Nachmittagspausen, Adriana aus Kolumbien und ihr positiver Idealismus, Patricio aus Chile - unser Ruhepol, Liliana, Viktor und die Jungs aus Chile als der Faktor, der uns alle zusammengebracht hat und natürlich Mércia - meine black sister.
Ich werde sie alle sehr vermissen!
Aber das gibt mir gleichzeitig auch viele gute Gründe, einmal Südamerika zu besuchen. Oder Schweden, Frankreich, England und natürlich die Schweiz, denn viele von ihnen bleiben - wenigstens vorerst - in Europa.
Die meisten der lieben Menschen, die ich hier bisher kennengelernt habe, werden Évora im nächsten halben Jahr verlassen. Und sie alle werden eine kleine Lücke zurücklassen. Alejandro aus Mexiko mit seiner selbstgemachten Musik, Matias aus Kolumbien mit seiner Pizza und dem Salsa , Miguel aus Mexiko mit seiner Katze und unsere philosophischen Nachmittagspausen, Adriana aus Kolumbien und ihr positiver Idealismus, Patricio aus Chile - unser Ruhepol, Liliana, Viktor und die Jungs aus Chile als der Faktor, der uns alle zusammengebracht hat und natürlich Mércia - meine black sister.
Ich werde sie alle sehr vermissen!
Aber das gibt mir gleichzeitig auch viele gute Gründe, einmal Südamerika zu besuchen. Oder Schweden, Frankreich, England und natürlich die Schweiz, denn viele von ihnen bleiben - wenigstens vorerst - in Europa.
Sonntag, 17. Januar 2010
Es gibt immer was zu Lachen!
Heute ist es trocken! Also es hat nicht geregnet - also fast nicht... Naja, was ich eigentlich erzählen will, ist, dass ich das schöne Wetter genutzt hab und radfahren war. Es war toll und mir ist mal wieder klar geworden, dass ich die portugiesische - oder genauer die alentejanische - Landschaft sehr gerne mag! Ein dauerndes auf und ab, so dass es nicht langweilig wird, aber nicht so krasse Berge, dass man die Lust verliert - ja, solls geben... hab ich gehört ;)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)
Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)
...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)
Es war wärmer als gedacht. Wenn man so drinnen sitzt, kommt es einem so kalt vor, dass man denkt, man muss sich warm anziehen, wenn man raus geht. Aber da es draußen genauso warm ist wie drinnen, kann man eigentlich auch in den gleichen Klamotten raus gehen... Das ist immernoch irgendwie komisch. Vielleicht gewöhnt man sich da dran? Naja ich hab jedenfalls ziemlich geschwitzt, auch weil die Luft sehr feucht ist. Zwischendurch hat es dann auch noch ein bissl getröpfelt.
Ich bin jetzt übrigens wieder mit Helm unterwegs. Das von mir selbst an mich selbst geschickte Paket ist nämlich am Mittwoch angekommen und da war unter anderem mein Fahrradhelm drin. Es ist toll, wenn jemand an einen denkt! ;)
Noch was über die Portugiesen: Manche brauchen scheinbar erstmal noch eine Zeitreise ein paar hundert Jahre in die Zukunft, um in unserem Zeitalter anzukommen. Heut hat doch tatsächlich einer sein Schmutzwasser (das vom Wischen - hoffentlich!) auf den Bürgersteig gekippt. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich, das machen hier sehr viele Leute, aber derjenige hat im 4. Stock gewohnt! Ich fands total witzig. Aber wenn man sich vorstellt, man geht da grad unten drunter lang... :)
...und über Brasilianer: Mércia wollte heute Abend brasilianisch kochen. Der Reis ist angebrannt und alles ist voller Qualm. Das mit dem Essen dauert dann wohl noch bissl :)
Dienstag, 12. Januar 2010
Wasser aus allen möglichen und unmöglichen Richtungen
Die Woche ist erst zwei Tage alt und trotzdem ist so viel passiert, dass ich das erstmal hier niederschreiben muss. Ich fange am besten am Montag an.
Also Montag früh war ich bei der Post. Die Vorgeschichte dazu: Als ich am Freitag hier ankam hab ich eine Päckchen-Benachrichtigungskarte für mich vorgefunden. Letzten Dienstag hatte ich nämlich ein Paket an mich selbst geschickt, um meinen Koffer etwas zu entlasten. Es hat mich allerdings etwas gewundert, dass das so schnell ging. Am Sonntag hab ich mir die Karte nochmal genauer angeguckt und dabei bemerkt, dass das gar nicht mein Paket war! Absender: Alfred Ritter (Na, klingelts?). Alfred Ritter ist der Oberboss von Ritter Sport! Haha! Die machen Schokolade. ;) Letztes Jahr hab ich ja selber noch Sammelpunkte gesammelt. Die waren auf den Schokitafeln drauf und man konnte die Punkte dann gegen ein Ritter Sport T-Shirt eintauschen. Dieses Jahr hatten zwei sehr liebe Menschen zuviele Sammelpunkte für den Eigenbedarf und haben mir ein T-Shirt mitbestellt. Möglicherweise hat ja einer von beiden die Bestellung direkt an mich schicken lassen...? Nun, zurück zum Montag.
Also Montag früh war ich bei der Post. Hab mein Päckl abgeholt und um die Vorfreude noch ein bisschen mehr auszukosten, bin ich erstmal arbeiten gegangen und hab das Päckchen ungeöffnet daheim gelassen.
Auf dem Weg zur Arbeit auf der nächsten Querstraße sprudelte zwischen zwei Pflastersteinen das Wasser hervor. Es hatte am Abend vorher und die Nacht über geregnet, aber diese Quelle konnte nicht davon stammen. Mein erster Gedanke war: Wasserrohrbruch; mein zweiter: es war nicht unter Null Grad; mein dritter: gut, dass wir noch fließendes Wasser hatten zu Hause. Mittags komm ich auf dem Weg von der Arbeit an einem großen Loch, ein paar Leuten mit Schaufeln und einem Bagger vorbei. Das Problem wurde also immerhin schonmal erkannt. Ich komm nach Hause, will mir die Hände waschen und aus dem Wasserhahn kommt es nur noch getröpfelt. Manchmal ist mir nach schreien zumute...
Leonor war da grad da um mir die letzte Wasser- und Stromabrechnung zu erklären, die winterlich hoch war. Mit schreien wars also nix. Aber ich hatte ja glücklicherweise noch das geheimnisvolle Päckl! (jetzt hab ich euch aber auf die Folter gespannt, was? hihi)
In dem Päckl waren 8 Tafeln Bio-Ritter Sport, die ich bei einem Gewinnspiel gewonnen hab. Juhu :) Das hat mich wieder aufgebaut! Ich hab sie auch schon probiert, ist sehr lecker. Aber einen Unterschied zu normaler Schokolade kann ich nicht entdecken.
Heute ist der zweite Dienstag im Monat. Das heißt, es ist Markttag. Die Zigeuner kommen in ihren Kleintransportern angefahren, bauen Stände auf (auf dem Platz vor meinem Fenster) und machen dabei natürlich auch mächtig Krach - so ab halb 6. Heute wurde ich aber unerwarteterweise von meinem Wecker geweckt. Ein Blick aus dem Fenster: der Platz ist voller Kleintransporter, aber keiner hat seinen Stand aufgebaut. Es gießt wie aus Eimern und der Platz ist ein einziges Schlammloch. Als ich auf Arbeit gehe, gießt es wie aus Eimern und die Zigeuner sitzen unschlüssig in ihren Autos oder stehen unschlüssig daneben. Der Markt-Wachdienst ist auch schon da und läuft Runden um den Platz, um warm zu bleiben.
Ich bin auf Arbeit und es gießt wie aus Eimern. Aber plötzlich merkt man, dass alles vorher nur ein leichtes Tröpfeln war. Ich kann die Bäume vor dem Fenster nur noch erahnen und plötzlich fängt es auch im Büro an zu regnen. Nicht ganz so stark wie draußen, aber doch irgendwie... hmm... lästig. Meine lieben Kollegen haben mir geholfen, meinen Schreibtisch zu verschieben (ich war die einzige, die es wortwörtlich getroffen hat). Anschließend haben wir der Chefin Bescheid gesagt und nun müssen wir erstmal - na, wer kann sichs denken? - abwarten. Als der Regen draußen dann wieder in die normale es-schüttet-wie-aus-Eimern-Intensität übergegangen war, hat es auch im Büro wieder aufgehört zu regnen.
Als ich von der Arbeit zum Mittagessen nach Hause gehe, sind alle Zigeuner verschwunden. Das war ihnen wohl zu viel Regen am Arbeitsplatz...
Was Gutes gab es aber heut doch noch zu berichten: Ich bin doch grad krank (also das ist noch nicht das Gute). Und da ich vor Husten und Schnupfen die letzte Nacht kaum geschlafen habe (auch nicht gut), bin ich nach der Arbeit zur Apotheke gegangen und hab mir Medikamente geben lassen. Das Gute daran ist, dass ich sogar die Erklärung der netten Apotheken-Frau verstanden hab, wie und wann ich was einnehmen muss. Das war toll :)
Also Montag früh war ich bei der Post. Die Vorgeschichte dazu: Als ich am Freitag hier ankam hab ich eine Päckchen-Benachrichtigungskarte für mich vorgefunden. Letzten Dienstag hatte ich nämlich ein Paket an mich selbst geschickt, um meinen Koffer etwas zu entlasten. Es hat mich allerdings etwas gewundert, dass das so schnell ging. Am Sonntag hab ich mir die Karte nochmal genauer angeguckt und dabei bemerkt, dass das gar nicht mein Paket war! Absender: Alfred Ritter (Na, klingelts?). Alfred Ritter ist der Oberboss von Ritter Sport! Haha! Die machen Schokolade. ;) Letztes Jahr hab ich ja selber noch Sammelpunkte gesammelt. Die waren auf den Schokitafeln drauf und man konnte die Punkte dann gegen ein Ritter Sport T-Shirt eintauschen. Dieses Jahr hatten zwei sehr liebe Menschen zuviele Sammelpunkte für den Eigenbedarf und haben mir ein T-Shirt mitbestellt. Möglicherweise hat ja einer von beiden die Bestellung direkt an mich schicken lassen...? Nun, zurück zum Montag.
Also Montag früh war ich bei der Post. Hab mein Päckl abgeholt und um die Vorfreude noch ein bisschen mehr auszukosten, bin ich erstmal arbeiten gegangen und hab das Päckchen ungeöffnet daheim gelassen.
Auf dem Weg zur Arbeit auf der nächsten Querstraße sprudelte zwischen zwei Pflastersteinen das Wasser hervor. Es hatte am Abend vorher und die Nacht über geregnet, aber diese Quelle konnte nicht davon stammen. Mein erster Gedanke war: Wasserrohrbruch; mein zweiter: es war nicht unter Null Grad; mein dritter: gut, dass wir noch fließendes Wasser hatten zu Hause. Mittags komm ich auf dem Weg von der Arbeit an einem großen Loch, ein paar Leuten mit Schaufeln und einem Bagger vorbei. Das Problem wurde also immerhin schonmal erkannt. Ich komm nach Hause, will mir die Hände waschen und aus dem Wasserhahn kommt es nur noch getröpfelt. Manchmal ist mir nach schreien zumute...
Leonor war da grad da um mir die letzte Wasser- und Stromabrechnung zu erklären, die winterlich hoch war. Mit schreien wars also nix. Aber ich hatte ja glücklicherweise noch das geheimnisvolle Päckl! (jetzt hab ich euch aber auf die Folter gespannt, was? hihi)
In dem Päckl waren 8 Tafeln Bio-Ritter Sport, die ich bei einem Gewinnspiel gewonnen hab. Juhu :) Das hat mich wieder aufgebaut! Ich hab sie auch schon probiert, ist sehr lecker. Aber einen Unterschied zu normaler Schokolade kann ich nicht entdecken.
Heute ist der zweite Dienstag im Monat. Das heißt, es ist Markttag. Die Zigeuner kommen in ihren Kleintransportern angefahren, bauen Stände auf (auf dem Platz vor meinem Fenster) und machen dabei natürlich auch mächtig Krach - so ab halb 6. Heute wurde ich aber unerwarteterweise von meinem Wecker geweckt. Ein Blick aus dem Fenster: der Platz ist voller Kleintransporter, aber keiner hat seinen Stand aufgebaut. Es gießt wie aus Eimern und der Platz ist ein einziges Schlammloch. Als ich auf Arbeit gehe, gießt es wie aus Eimern und die Zigeuner sitzen unschlüssig in ihren Autos oder stehen unschlüssig daneben. Der Markt-Wachdienst ist auch schon da und läuft Runden um den Platz, um warm zu bleiben.
Ich bin auf Arbeit und es gießt wie aus Eimern. Aber plötzlich merkt man, dass alles vorher nur ein leichtes Tröpfeln war. Ich kann die Bäume vor dem Fenster nur noch erahnen und plötzlich fängt es auch im Büro an zu regnen. Nicht ganz so stark wie draußen, aber doch irgendwie... hmm... lästig. Meine lieben Kollegen haben mir geholfen, meinen Schreibtisch zu verschieben (ich war die einzige, die es wortwörtlich getroffen hat). Anschließend haben wir der Chefin Bescheid gesagt und nun müssen wir erstmal - na, wer kann sichs denken? - abwarten. Als der Regen draußen dann wieder in die normale es-schüttet-wie-aus-Eimern-Intensität übergegangen war, hat es auch im Büro wieder aufgehört zu regnen.
Als ich von der Arbeit zum Mittagessen nach Hause gehe, sind alle Zigeuner verschwunden. Das war ihnen wohl zu viel Regen am Arbeitsplatz...
Was Gutes gab es aber heut doch noch zu berichten: Ich bin doch grad krank (also das ist noch nicht das Gute). Und da ich vor Husten und Schnupfen die letzte Nacht kaum geschlafen habe (auch nicht gut), bin ich nach der Arbeit zur Apotheke gegangen und hab mir Medikamente geben lassen. Das Gute daran ist, dass ich sogar die Erklärung der netten Apotheken-Frau verstanden hab, wie und wann ich was einnehmen muss. Das war toll :)
Sonntag, 10. Januar 2010
Soviel Neues
Das neue Jahr brachte einige Neuigkeiten. Die schlimmste (für mich) ist, dass das Wasser in Évora zu stark mit Schwermetallen und Aluminium belastet ist. Auch in Portugal gibt es dafür Richtwerte und die werden hier zum Teil um das Doppelte überschritten. Ich weiß das zwar auch alles nur aus zweiter Hand (also von Mércia, die jemanden kennt, der in der Wasserwirtschaft in Évora arbeitet), aber vermutet hab ich das schon irgendwie. Als ich nämlich das letzte Mal Blut spenden war (Mitte Dezember in Neuhausen), war mein Eisenwert doppelt so hoch (!) als ein knappes Jahr vorher und die 7 Jahre davor, in denen ich schon Blut spende. Und wenn in dem Wasser soviel Eisen drin ist (mir fällt kein anderer plausibler Grund ein für die hohen Eisenwerte), warum auch nicht noch anderes Metall. Gut, dass ich in letzter Zeit nicht auf einem Schrottplatz war. Da wär ich vielleicht noch an so nem Riesenmagneten hängen geblieben. ;)
Jetzt müssen wir also Wasser kaufen. Wasser zum Trinken, Wasser zum Kochen und am besten auch noch zum Zähneputzen... Da kommt ganz schön was zusammen. Und Abkochen hilft ja bei Schwermetallbelastung nicht viel.
Aber weil das für mich keine Lösung auf Dauer ist, werd ich mich mal nach einem Filtergerät umgucken (müssen). Kennt sich damit jemand aus?
Eine weitere Neuigkeit (nicht ganz so überraschend): mein neuer Heizer heizt ganz gut, ist aber auch nicht waschmaschinen-, mikrowellen- und nicht mal toasterkompatibel. Ich bin gespannt, ob wenigstens alle drei Heizer (Mércias, Inês' und meiner) gleichzeitig laufen können. Inês ist übers Wochenende daheim. Daher konnten wir das noch nicht testen.
Jetzt erweist es sich als Nachteil, dass ich das schönste Zimmer hab mit den zwei Fenstern. Warm wird es hier nämlich auch mit Heizer nicht wirklich. Darum sitz ich mit Handschuhen hier, hab mir auch lieber noch meine Decke übergeworfen und trinke Tee (aus gekauftem Wasser). Mir geht ständig durch den Kopf, wieviel Energie man auf diese Weise in einem isolierten Haus sparen könnte. Da bräuchte man ja fast gar nicht mehr heizen...
Naja, Bewegung macht ja auch warm. Also Wasser schleppen aus dem Supermarkt zum Beispiel. Oder laufen. Oder Rad fahren. Da war allerdings mal wieder die Luft runter, als ich wieder kam. Da ich den Hinterreifen schon zweimal geflickt hatte, hab ich mir mal einen neuen Schlauch gekauft. Es zeigte sich dann, dass sich die Flicken gelöst hatten. Liegt das am Flickzeug? Oder hab ich einfach keine Ahnung? Das muss ich wohl noch bissl üben...
Und dann hat mir Mércia noch eine lustige Geschichte erzählt. Anfang der Woche gab es ein Erdbeben. Also mal ein richtiges. So ein paar kleine gibts hier immer mal. Aber da haben wohl sogar die Lampen richtig geschaukelt. Naja, das Haus steht jedenfalls noch.
So, ich mach mir erstmal noch nen Tee. :)
Jetzt müssen wir also Wasser kaufen. Wasser zum Trinken, Wasser zum Kochen und am besten auch noch zum Zähneputzen... Da kommt ganz schön was zusammen. Und Abkochen hilft ja bei Schwermetallbelastung nicht viel.
Aber weil das für mich keine Lösung auf Dauer ist, werd ich mich mal nach einem Filtergerät umgucken (müssen). Kennt sich damit jemand aus?
Eine weitere Neuigkeit (nicht ganz so überraschend): mein neuer Heizer heizt ganz gut, ist aber auch nicht waschmaschinen-, mikrowellen- und nicht mal toasterkompatibel. Ich bin gespannt, ob wenigstens alle drei Heizer (Mércias, Inês' und meiner) gleichzeitig laufen können. Inês ist übers Wochenende daheim. Daher konnten wir das noch nicht testen.
Jetzt erweist es sich als Nachteil, dass ich das schönste Zimmer hab mit den zwei Fenstern. Warm wird es hier nämlich auch mit Heizer nicht wirklich. Darum sitz ich mit Handschuhen hier, hab mir auch lieber noch meine Decke übergeworfen und trinke Tee (aus gekauftem Wasser). Mir geht ständig durch den Kopf, wieviel Energie man auf diese Weise in einem isolierten Haus sparen könnte. Da bräuchte man ja fast gar nicht mehr heizen...
Naja, Bewegung macht ja auch warm. Also Wasser schleppen aus dem Supermarkt zum Beispiel. Oder laufen. Oder Rad fahren. Da war allerdings mal wieder die Luft runter, als ich wieder kam. Da ich den Hinterreifen schon zweimal geflickt hatte, hab ich mir mal einen neuen Schlauch gekauft. Es zeigte sich dann, dass sich die Flicken gelöst hatten. Liegt das am Flickzeug? Oder hab ich einfach keine Ahnung? Das muss ich wohl noch bissl üben...
Und dann hat mir Mércia noch eine lustige Geschichte erzählt. Anfang der Woche gab es ein Erdbeben. Also mal ein richtiges. So ein paar kleine gibts hier immer mal. Aber da haben wohl sogar die Lampen richtig geschaukelt. Naja, das Haus steht jedenfalls noch.
So, ich mach mir erstmal noch nen Tee. :)
Samstag, 9. Januar 2010
Gesundes und glückliches neues Jahr!
... wünsche ich allen meinen Lesern.
Ich bin gestern gut wieder hier angekommen.
Und nun gehts auch im Blog weiter. :)
Ich bin gestern gut wieder hier angekommen.
Und nun gehts auch im Blog weiter. :)
Samstag, 5. Dezember 2009
Unter Strom
... oder eben auch nicht. So wie heute. Es passiert ja oft mal, dass es die Sicherung raushaut. Zum Beispiel, wenn wir gleichzeitig heizen und die Mikrowelle benutzen. Heute wollte Inês bügeln während die Waschmaschine lief. (Ein weiser Mann hat mal gesagt, dass man ja erst nach dem Wäschewaschen bügelt... :) Unsere Stromversorgung scheit der gleichen Meinung zu sein.)
Normalerweise schaltet man die Sicherung in so einem Fall einfach wieder an und wartet mit Bügeln, bis die Waschmaschine fertig ist. Aber heut war das nicht ganz so einfach. Wir haben alle möglichen Knöpfe und Hebel und Schalter gedrückt, aber der Strom wollte nicht wiederkommen. Und einer der Schalter war auch noch kaputt. Vielleicht war das ja die Ursache? Wer weiß... Wir haben also erstmal Leonor angerufen. Die kam vorbei, konnte auch nichts tun und hat die Stromversorgungsleute angerufen. Die wollten dann irgendwann jemanden vorbei schicken. Es ist Samstag, das könnte also etwas dauern.
Erstaulicherweise standen eine halbe Stunde später die Elektriker vor der Tür. Die Hauptsicherung musste ausgetauscht werden. Das ging auch relativ schnell. Jetzt haben wir also wieder Strom. Allerdings weiß ich nicht, ob die neue Sicherung jetzt nicht mehr so oft rausfliegt. Ich werde mich lieber nicht drauf verlassen...
Zur Zeit nutze ich ab und zu die Toaster-Heizung (siehe früheren Beitrag und Foto), die ja das größte Problem für die Sicherung darstellt (das Bügeleisen benutzen wir nicht so oft). Aber am Montag wird sich das ändern. Da werde ich mich um 9 in die Schlange portugiesischer Omis vorm Lidl einreihen und versuchen, einen neuen Heizlüfter zu ergattern.
Apropos Omis, wahrscheinlich wird eher eine Schlange Opis vorm Lidl warten. Natürlich von ihren Frauen beauftragt... Eine ähliche Situation kann ich nämlich jeden Samstag und Sonntag vor meinem Fenster beobachten. Um 9 kommt nämlich das Bäckerauto - ich glaube jeden Tag, aber in der Woche bin ich da ja nie daheim (weil ich vorm Lidl warte). Und ab halb neun kommen da hauptsächlich alte Herren und warten. Die wenigen Frauen, die dabei sind, tragen schwarz...
Da sieht man also sofort, wer in Portugal die Hosen anhat. Soweit ich das mitbekommen habe, brauchen die meisten portugiesischen Männer aber auch jemanden, der ihnen sagt, wos langgeht. Erst die Mama und später die Frau.
Normalerweise schaltet man die Sicherung in so einem Fall einfach wieder an und wartet mit Bügeln, bis die Waschmaschine fertig ist. Aber heut war das nicht ganz so einfach. Wir haben alle möglichen Knöpfe und Hebel und Schalter gedrückt, aber der Strom wollte nicht wiederkommen. Und einer der Schalter war auch noch kaputt. Vielleicht war das ja die Ursache? Wer weiß... Wir haben also erstmal Leonor angerufen. Die kam vorbei, konnte auch nichts tun und hat die Stromversorgungsleute angerufen. Die wollten dann irgendwann jemanden vorbei schicken. Es ist Samstag, das könnte also etwas dauern.
Erstaulicherweise standen eine halbe Stunde später die Elektriker vor der Tür. Die Hauptsicherung musste ausgetauscht werden. Das ging auch relativ schnell. Jetzt haben wir also wieder Strom. Allerdings weiß ich nicht, ob die neue Sicherung jetzt nicht mehr so oft rausfliegt. Ich werde mich lieber nicht drauf verlassen...
Apropos Omis, wahrscheinlich wird eher eine Schlange Opis vorm Lidl warten. Natürlich von ihren Frauen beauftragt... Eine ähliche Situation kann ich nämlich jeden Samstag und Sonntag vor meinem Fenster beobachten. Um 9 kommt nämlich das Bäckerauto - ich glaube jeden Tag, aber in der Woche bin ich da ja nie daheim (weil ich vorm Lidl warte). Und ab halb neun kommen da hauptsächlich alte Herren und warten. Die wenigen Frauen, die dabei sind, tragen schwarz...
Da sieht man also sofort, wer in Portugal die Hosen anhat. Soweit ich das mitbekommen habe, brauchen die meisten portugiesischen Männer aber auch jemanden, der ihnen sagt, wos langgeht. Erst die Mama und später die Frau.
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